5. Niedersächsische Regionalkonferenz Kommunale Kriminalprävention des Landespräventionsrates Niedersachsen

16. März 2016 | Themenbereich: Niedersachsen, Prävention | Drucken

Die diesjährige „5. Niedersächsische Regionalkonferenz Kommunale Kriminalprävention“ veranstaltet der Landespräventionsrat Niedersachsen (LPR) in Braunschweig gemeinsam mit seinen Partnern, der Polizeidirektion Braunschweig, der Stadt Braunschweig und dem Kommunalen Präventionsrat. Sie steht teilweise unter dem Aspekt der sogenannten „Flüchtlingskrise“, da dieses Thema nach wie vor in der Bevölkerung und in der Politik gleichsam unter den Nägeln brennt.

Die Niedersächsische Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz erklärte heute vor rund 200 Präventions-Fachleuten: „Die Prävention muss sich abzeichnende Problemlagen erkennen und für die Zukunft Handlungsempfehlungen formulieren. Die präventive Reaktion ist besonders bei gesellschaftlichen Veränderungen wie gegenwärtig der Zuwanderung einer herausfordernden Zahl von Flüchtlingen geboten“. Insbesondere mögliche Fehlentwicklungen junger Menschen müssten dabei im Fokus stehen. Wichtig seien wirksame Präventionsprogramme, die alleKinder und Jugendliche ungeachtet ihrer Herkunft erreichen.

Die Ministerin sprach sich für eine offene und sachliche Diskussion aus, um nicht denjenigen das Feld zu überlassen, die mit Ängsten spielen, die Bürgerinnen und Bürger verunsichern und gegen Flüchtlinge aufbringen wollen.

„Prävention ist die beste Investition in ein lebenswertes und sicheres Miteinander. Wenn es uns gelingt, die Probleme vorausschauend zu erkennen und Gewalt, Kriminalität und Hass an der Wurzel zu packen, werden wir viel Schaden von der Gesellschaft abwenden“, so Niewisch-Lennartz weiter. „Deshalb war es mir auch ein besonderes Anliegen, das Thema Prävention zusammen mit meinen Amtskollegen aus Thüringen und Hamburg für das morgige Treffen der Landesjustizministerinnen und -justizminister mit dem Bundesjustizminister gegen fremdenfeindliche und rechtsradikale Gewalt in den Vordergrund zu rücken.“

Die Ministerin dankte allen Aktiven, namentlich auch den „Ermöglichern“ von Prävention auf der Chefebene, den niedersächsischen Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern sowie Landrätinnen und Landräten. Ihr Dank ging auch an die unermüdlichen Mitstreiterinnen und Mitstreiter, die sich ehrenamtlich in die lokale Präventionsarbeit einbringen und damit Teil des sprichwörtlichen Rückgrats der gut ausgebauten Präventionslandschaft in Niedersachsen sind.

Der beim Niedersächsischen Justizministerium angesiedelte Landespräventionsrat Niedersachsen (LPR) berät die Landesregierung sowie örtliche Gremien und Einrichtungen mit dem Ziel, die Kriminalität in Niedersachsen zu reduzieren. Er unterstützt Kommunen darin, sich fachübergreifend über örtliche Kriminalitätsprobleme auszutauschen sowie konkrete Präventionsmaßnahmen zu initiieren und umzusetzen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt darin, den Austausch und die Vernetzung von Präventions-Akteuren in Niedersachsen zu fördern.

 

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