Kriminalitätsentwicklung 2015 in NRW

11. März 2016 | Themenbereich: Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen, Nordrhein Westfalen | Drucken

Innenminister Ralf Jäger kommentierte gestern Auszüge der polizeilichen Kriminalstatistik 2015 und stellte einige Maßnahmen vor. Die komplette Statistik ist derzeit augenscheinlich noch nicht veröffentlicht. Die ersten Reaktionen der Beschäftigten der NRW-Kriminalpolizei reichen von Erstaunen bis zu Fassungslosigkeit.

Heute trifft sich daher in Düsseldorf der NRW-Landesvorstand des BDK und diskutiert in einer Sondersitzung die weiteren Schritte.

„Die Kripo in NRW ist nicht mehr einverstanden mit dem Kurs des Innenministers und fühlt nachhaltig sich im Stich gelassen. Angesichts dieser dramatischen Kriminalitätsentwicklung der Bevölkerung vermitteln zu wollen, sie müsse selbst auf sich aufpassen, ist nicht nur eine Zumutung sondern auch ein kriminalpolitischer Stockfehler. Der aktuelle Negativtrend wird sich weiter fortsetzen. Warum? Weil wir nicht mehr leisten können als zurzeit. Die Ressourcen reichen hinten und vorne nicht mehr und das ist der wahre Grund dafür, warum wir mit der Kriminalitätsentwicklung nicht mehr Schritt halten können. Die Politik lässt die Bevölkerung, die für ihre Sicherheit viele Steuern zahlt, im Stich. Das wahre Ausmaß der Kriminalität wird noch immer genauso verschwiegen wie die echte Belastung der Kripo. Die 1,5 Millionen Straftaten aus der Statistik und die ca. 2 Millionen Geschädigten, die dort übrigens nicht auftauchen, sind nur ein kleiner Ausschnitt des tatsächlichen Ausmaßes der Kriminalität. In NRW fehlen tausende Kriminalbeamte“, kommentiert der BDK-Landesvorsitzende Sebastian Fiedler und ergänzt: „Das ist deswegen aktuell besonders schlimm, weil eine solche Politik den rechten Strömungen in die Karten spielt und zugleich ein Sozialgefälle der inneren Sicherheit produziert. Beides nehmen wir nicht hin.“

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