Wenn der Chip einen Unfall baut …

2. März 2016 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen | Drucken

Die Polizei ist nach Auffassung der Gewerkschaft der Polizei (GdP) auf die sich rasant entwickelnden Technologien rund um das Auto nicht ausreichend vorbereitet. Insbesondere das sogenannte autonome Fahren lasse noch viele Fragen offen. Entsprechende Lösungen wollen rund 100 Experten aus der Polizei, Justiz und von der Verkehrsunfallprävention sowie von Versicherern und der Automobilindustrie auf dem von der GdP veranstalteten 4. Verkehrspolitischen Forum am 8. und 9. März 2016 in Potsdam erörtern. „Die Straßenverkehrsordnung verlangt von Verkehrsteilnehmern ständige Vorsicht, gegenseitige Rücksicht und ein Verhalten, dass ‚kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird‘. Was aber ist, wenn es zu einem Unfall kommt, bei dem ein Fahrer seine Mails bearbeitete und das Lenken einem Chip überlassen hatte?“, sagte Arnold Plickert, für Verkehrspolitik zuständiges Mitglied des Geschäftsführenden GdP-Bundesvorstandes, am Mittwoch in Düsseldorf.
Vor allem rechtliche und polizeipraktische Fragestellungen stehen daher im Fokus der presseöffentlichen Veranstaltung.

An der abschließenden Podiumsdiskussion unter dem Titel „Die Zukunft des automatisierten Fahrens“ nehmen die Geschäftsführerin des Deutschen Verkehrssicherheitsrates e.V. (DVR), Ute Hammer, Dr. Wolfgang Schultze, Vizepräsident der Deutschen Verkehrswacht e.V. (DVW), Generalbundesanwalt a.D. Kai Nehm, Dr. Ulrich Franke, Richter am Bundesgerichtshof (BGH), Dr.-Ing Arne Bartels von der Volkswagen AG und der stellvertretende GdP-Bundesvorsitzende Arnold Plickert teil. Moderiert wird die Debatte von dem ehemaligen WDR-Journalisten Wolfgang Kapust.