Kriminalpolizei im Abseits

25. Februar 2016 | Themenbereich: Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen, Rheinland-Pfalz | Drucken

 

Im Rahmen der Personalversammlung des PP Koblenz übten die Mitarbeiter der KD Koblenz schwere Kritik an der Behördenleitung und den Personalvertretungen.
Die beauftragte Sprecherin der Kriminalbeamten, die nur in einer kleinen Abord-nung zur Versammlung erschienen waren, äußerte ihre Enttäuschung und Frust-ration über die mangelnde Unterstützung. Die Personalsituation lässt derzeit eine qualifizierte kriminalpolizeiliche Arbeit kaum noch zu. Eine in Aussicht gestellte Verbesserung durch Einführung eines Personalsockels in der PZM für den KDD – analog dem Personalsockel im Wechselschichtdienst bei den PI´en – wurde nicht umgesetzt.
Enttäuschung herrscht auch über die offiziellen Berichterstattungen nach Mainz, z.B. in Bezug auf die EG Bande. Während in der Erhebung der KD die Missstände aufgeführt werden, findet sich im Bericht nach Mainz lediglich die Aussage, dass nach Anfangsschwierigkeiten nun alles im Lot sei.
Diese Beschönigungen in der Darstellung nach Mainz kann der BDK aus vergan-gen Gesprächen mit den dortigen Verantwortlichen nur bestätigen. Unseren deut-lichen Hinweisen zur fast schon als dramatisch zu bezeichnenden Situationen vor Ort begegnete das Ministerium oftmals mit Verweis auf völlig anderslautende Meldungen, die die Funktionsfähigkeit der Kriminalpolizei bestätigen!

Die von der KD zum Ausdruck gebrachte Frustration gilt in gleicher Weise für die Kriminalbeamten der Polizeidirektionen, die nicht nur unter zunehmend abnehmendem Personalbestand, sondern zusätzlich noch unter den Folgen der Optimie-rung zu leiden haben.

Es ist an der Zeit die Wahrheit zu sagen! Mit geschönten Darstellungen einer an-geblich heilen Welt ist niemandem gedient! Und verändern wird sich mit dieser Strategie nichts.

Der BDK wird daher auch weiterhin kein Blatt vor den Mund nehmen und den Finger in die Wunden legen. Wer die Wahrheit verschweigt oder nach oben hin schönt, vertritt vielleicht seine eigenen Interessen, mit Sicherheit aber nicht die der betroffenen Kolleginnen und Kollegen in den Dienststellen!