DPolG begrüßt Vorschlag für einfachere Einrichtung von Tempo-30-Zonen

18. Februar 2016 | Themenbereich: Deutsche Polizeigewerkschaft | Drucken

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) begrüßt Pläne aus dem Bundesverkehrsministerium, wonach es zukünftig für die Länder leichter sein soll, Tempo-30-Zonen vor Schulen, Kindergärten, Krankenhäusern oder Altenheimen einzurichten. Bislang mussten Länder und Kommunen vor einer solchen Maßnahme nachweisen, dass es sich um einen Unfallbrennpunkt handelt.

DPolG Bundesvorsitzender Rainer Wendt: „Das Bundesverkehrsministerium geht mit seinem Vorschlag in die richtige Richtung. An besonders sensiblen Orten wie Kindergärten, Schulen oder Altenheimen sollte sichergestellt sein, dass Kraftfahrzeugfahrer in jedem Fall mit mäßiger Geschwindigkeit unterwegs sind.

„Tempo-30-Zonen“ sollten darüber hinaus auch in Wohngebieten zum Standard werden. Denn erwiesenermaßen werden Kinder eher in ihrem engeren Wohnumfeld, also dort wo sie spielen und sich in der Freizeit aufhalten, Opfer von Verkehrsunfällen als auf den Wegen zu ihrem Kindergarten bzw. ihrer Schule und zurück. Dies unterstreicht der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft, der feststellt, dass beispielsweise Verkehrsunfälle auf dem Schulweg nur ein Fünftel der Kinderunfälle der betroffenen Altersgruppe ausmachen.“

Herausgeber: DPolG-Bundesleitung