Qualifizierte polizeiliche Verkehrsüberwachung – notwendiger denn je!

16. Februar 2016 | Themenbereich: Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen, Nordrhein Westfalen | Drucken

Am 15. Februar 2016 legte Innenminister Ralf Jäger im Rahmen der Landespressekonferenz zur Verkehrsunfallentwicklung des Jahres 2015 in Düsseldorf die Verkehrsunfallbilanz 2015 vor. Auf nordrhein-westfälischen Straßen starben im vergangen Jahr 521 Menschen (2014 = 522). Die Zahl der bei Verkehrsunfällen getöteten Motorradfahrer nahm von 70 auf 83 im Jahr 2015 zu, eine ähnliche Entwicklung gab es auch bei Fußgängern (von 115 auf 123) und Senioren (von 159 auf 173).

Der Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Erich Rettinghaus, dazu: „Trotz der aktuellen Herausforderungen, wie große Flüchtlingsströme, latente Terrorismusbedrohung und belastendes Kriminalitätsaufkommen, die auch die Polizei in hohem Maße belasten, darf nicht nachgelassen werden, qualifizierte polizeiliche Verkehrsüberwachung durchzuführen – geht es doch darum, Menschenleben zu retten und Verletzte zu vermeiden.“.

Alleine 158 Menschen sind im Jahre 2015 gestorben, weil die Geschwindigkeit für den Unfall mitursächlich war. Minister Jäger dazu: „Geschwindigkeit ist nach wie vor der Killer Nr. 1 im Straßenverkehr. Jeder dritte Verkehrstote ist Opfer von Geschwindigkeit. Sie entscheidet über die Schwere der Folgen gerade bei den schwachen Verkehrsteilnehmern. Deshalb setzen wir auch weiter auf unsere Strategie von täglichen intensiven Kontrollen, auf mehr Aufklärung und auf mehr Transparenz“.

Über zwei Millionen Verstöße gegen Geschwindigkeitsvorgaben wurden im vergangenen Jahr geahndet. Doch diese Zahl alleine sagt noch nicht allzu viel über die inhaltliche Qualität des polizeilichen Tätigwerdens aus, denn nur die „Geschwindigkeitsmessung mit Anhalten“ ermöglicht das verkehrspädagogische Gespräch mit dem Fahrzeugführer und die Überprüfung, ob er ggf. alkoholisiert bzw. drogenbeeinflusst ist und ob die Fahrzeuginsassen den Gurt angelegt haben.

Erich Rettinghaus dazu: „Durch die direkte Ansprache der Verkehrsteilnehmer nach begangenen Verkehrsverstößen kann es gelingen, den Menschen deutlich zu machen, wie wichtig gerade ihre Verhaltensänderung ist, denn mehr als 90 % der Verkehrsunfälle lässt sich auf menschliches Versagen zurückführen!“

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