Offener Dialog fördert das Vertrauen und beugt Gewalt vor

29. Januar 2016 | Themenbereich: Hessen, Innere Sicherheit | Drucken

„Der offene und ehrliche Dialog aller Partner hat in Hessen zu einem deutlich verbesserten Klima in der Fußball-Fan-Kultur geführt.“ Das war die Kernaussage von Hessens Innen- und Sportminister Peter Beuth bei der vom Hessischen Innenministerium initiierten Dialogveranstaltung „Fankultur und Sicherheit“ heute in Frankfurt. Hierzu hatte sich Sportminister Beuth mit Vertreterinnen und Vertretern der hessischen Fußball-Vereine von der Bundes- bis zur Regionalliga, den hessischen Fanprojekten sowie Vertreterinnen und Vertretern der Polizei und der Kommunen beim Landessportbund Hessen getroffen.

„Wir sind in Sachen Fankultur auf einem guten Weg. Die Gründe hierfür liegen in den gemeinsamen Anstrengungen aller Partner. Dies beinhaltet den Schulterschluss zwischen Vereinen und der Polizei beim Umsetzen von Sicherheitskonzepten und dem konsequenten Verfolgen von Verstößen. Das gute Miteinander ist auch der Arbeit der hessischen Fanprojekte zu verdanken, die von der Landesregierung 2015 mit insgesamt rund 200.000 Euro gefördert wurden. Schließlich trägt auch der offene und konstruktive Dialog aller Beteiligter miteinander dazu bei, dass sich die Fußball-Fankultur in Hessen in eine gute Richtung entwickelt“, sagte Beuth.

Die polizeiliche Einsatzstatistik belegt, dass sich die Maßnahmen der Polizei rund um den Fußball auf einem konstant hohen Niveau bewegen. Doch der Verlauf der Hinrunde lässt zumindest für Hessen eine grundsätzlich positive Tendenz erkennen.

„Auch wenn im ersten Halbjahr 2016 noch einige brisante Spiele auf uns warten – diese Tendenz in Sachen Gewalt und Fußball macht Hoffnung. Sie ist auch deshalb eine gute Nachricht, weil die Polizisten durch Einsätze an anderen Brennpunkten stark gefordert sind“, sagte der Sportminister.

Er forderte jedoch angesichts der Auseinandersetzungen im Hessenderby zwischen Eintracht Frankfurt und Darmstadt 98 im Dezember 2015 alle Fußball-Fans in Hessen dazu auf, der Gewalt die Rote Karte zu zeigen: „Aufwiegeln und Provokationen schaden dem hessischen Fußball, und es schadet massiv all den Anstrengungen, denen wir uns hier alle gemeinsam unterziehen, damit wir eine offene und friedliche Fankultur in Hessen bewahren. Das ist unser Ziel.

Zentrales Thema der Dialogveranstaltung war die Rolle der Ordnungsdienste. Über die bundesweiten Entwicklungen und Anforderungen informierte der Sicherheitsbeauftragte des Deutschen Fußball-Bundes, Hendrik Große Lefert die Teilnehmer. Oliver Lerch, Leiter der Abteilung Sicherheit des Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt, erläuterte wie in der Frankfurter WM-Arena die Sicherheit gewährt wird. Der Innenminister betonte: „Qualifizieren Sie ihre Mitarbeiter. Stellen Sie nur solche Mitarbeiter ein, von denen sie sicher sein können, dass sie den Aufgaben gewachsen sind. Darüber hinaus halte ich es für angebracht, darüber nachzudenken, gerade das im Fußball eingesetzte Sicherheitspersonal einer weitergehenden Qualifizierung zu unterziehen.“

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