Reaktion auf Kölner Silvesternachtereignisse: „Einsatz intelligenter Videotechnik“

22. Januar 2016 | Themenbereich: Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen, Nordrhein Westfalen | Drucken

Vor wenigen Tagen stellte Ministerpräsidentin Hannelore Kraft im Rahmen einer Sondersitzung des Landtags Nordrhein-Westfalen, die sich mit den Ereignissen am Kölner Hauptbahnhof in der Silvesternacht befasste, ein „Maßnahmenpaket der Landesregierung für mehr Innere Sicherheit und bessere Integration vor Ort“ vor.

Neben der Absicht, möglichst schnell 500 Polizisten zusätzlich an den Kriminalitätsbrennpunkten der Ballungsräume einzusetzen, soll u. a. auch die Videobeobachtung an diesen Orten (z. B. auf den Kölner Ringen) verstärkt werden, um Straftäter abzuschrecken und Straftaten besser nachwei-sen zu können.

Der nordrhein-westfälische DPolG-Landesvorsitzende Erich Rettinghaus führt dazu aus: „Die angesprochenen Maßnahmen der Landesregierung werden ausdrücklich begrüßt. Mehr Polizeikräfte in bekannten Angsträumen sorgen für ein nachhaltig gestärktes Sicherheitsgefühl der Bevölkerung. Mehr Videobeobachtung trägt dazu bei, kritische Sachverhalte an exponierten Orten frühzeitig zu erkennen, zeitnah Interventionskräfte zu entsenden und die Beweisführung zu optimieren.“.

Schon heute ermöglicht „Intelligente Videotechnik“ ein frühzeitiges Wahrnehmen von Unregelmäßigkeiten, so zum Beispiel das „Ausspähen von Tatgelegenheiten durch vermeintlich unmotiviertes Herumlaufen“, das „zu Boden stürzen von Menschen“ (nach Körperverletzung/internistischem Notfall) oder aber auffällige, atypische Personenbewegungen (auf öffentlichen Plätzen/Bahnsteigen). Diese Auffälligkeiten erscheinen dann unverzüglich auf einem Hauptbildschirm in der Einsatzzentrale der Polizei, die damit in die Lage versetzt wird, sofort über Maßnahmen zu entscheiden. Der Einsatz derartiger Technik – kombiniert mit gezieltem Personaleinsatz – kann den Unterschied ausmachen, auch bei Ereignissen, wie sie jüngst in Köln stattgefunden haben.“.

Erich Rettinghaus: „Wir brauchen die Videoüberwachung an Orten, an denen Straftaten begangen, verabredet und verübt werden, um diese Taten durch ein möglichst frühzeitiges Erkennen und Einschreiten zu verhindern bzw. zu unterbinden und um sie besser aufklären zu können. Die aktuelle Abfrage bekannter Kriminalitätsbrennpunkte in nordrhein-westfälischen Kreispolizeibehörden dient diesem Ziel, da sie eine zusätzliche Entscheidungsbasis für kriminalitätsverhindernde Videobeobachtung schafft.“.

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