„Wir ste­hen ent­schlos­sen an der Sei­te der Tür­kei beim Kampf ge­gen den Ter­ro­ris­mus“

18. Januar 2016 | Themenbereich: Innere Sicherheit | Drucken

Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière:“Ich bin zu tiefst erschüttert von dem barbarischen Anschlag. Ein Anschlag gegen die Menschlichkeit.“

„Wir sind in unseren Gedanken bei den Angehörigen der Ermordeten und Verletzten.“

„Ich möchte die Gelegenheit nutzen, der türkischen Regierung und den türkischen Behörden meinen Dank für die bei der Hilfe geleistete großartige Arbeit zu übermitteln. Wir werden nachher ins Krankenhaus fahren und Verletzte besuchen und den Tatort besichtigen. Ich bedanke mich für die Zusage meines Kollegen, alle Ermittlungsergebnisse mit uns zu teilen.“

„Nach bisherigem Ermittlungsstand liegen keine Hinweise darauf vor, dass der Anschlag gezielt gegen Deutsche gerichtet war. Ich sehe keinen Grund, von Reisen in die Türkei abzusehen. Natürlich müssen die Reisehinweise des Auswärtigen Amts beachtet werden, beispielsweise nicht in bestimmte Krisenregionen zu reisen. Ich sehe aber keinen Grund, grundsätzlich von Reisen in die Türkei abzusehen. Wir wollen unser Verhalten und unser Leben nicht verändern. Wir werden vor dem Terrorismus nicht zurückweichen. Dazu gehört der Kampf gegen den Terrorismus auch auf politischem Weg. Dazu gehört aber auch, dass wir uns unserer freiheitliches Leben nicht nehmen lassen und dazu gehört auch die Reisefreiheit.“

„Wir stehen entschlossen an der Seite der Türkei im Kampf gegen den Terrorismus. Das bezieht sich auf den Austausch von Informationen insbesondere zu gefährlichen Personen. Wir sind gemeinsam bedroht. Die Antwort muss daher auch eine gemeinsame sein.“

„In der nächsten Woche wird die Spitze der türkischen Regierung nach Berlin zu Regierungskonsultationen kommen. Diese Gespräche werden sich zentral mit der Umsetzung der Migrationsagenda, also der Bekämpfung der illegalen Migration befassen. Nach den schrecklichen Ereignissen von gestern werden wir als weiteren wichtigen Punkt auch die Bekämpfung des internationalen Terrorismus auf die Tagesordnung nehmen.“

„Sollten die Terroristen das Ziel gehabt haben, unsere Zusammenarbeit zu stören, hätten sie das Gegenteil erreicht. Deutschland und die Türkei rücken noch näher zusammen.““