Neue Laufbahnverordnung für die Berliner Feuerwehr erlassen

12. Januar 2016 | Themenbereich: Berlin, Feuerwehr - Katastrophenschutz | Drucken

Der Senat will dem Bewerbermangel im feuerwehrtechnischen Dienst mit erweiterten Zugangsmöglichkeiten entgegenwirken und insgesamt das Laufbahnrecht für die Berliner Feuerwehr flexibler und moderner gestalten. Er hat dazu heute auf Vorlage von Innen- und Sportsenator Frank Henkel eine neue Feuerwehr-Laufbahnverordnung (FwLVO) erlassen.

Damit wird insbesondere ein Zugangsweg für den mittleren feuerwehrtechnischen Dienst geboten, der neben der feuerwehrtechnischen Ausbildung auch die neue Ausbildung zur Notfallsanitäterin oder zum Notfallsanitäter umfasst. Mit dem Ausbildungsgang „112 Medic“ sollen junge Menschen angesprochen werden, die noch nicht über eine abgeschlossene Berufsausbildung verfügen und vor allem an einer Tätigkeit im Rettungsdienst der Berliner Feuerwehr interessiert sind. Bewerberinnen und Bewerbern wird es zukünftig ermöglicht, einen beruflichen Schwerpunkt in der Notfallrettung zu setzen und zugleich die für die Laufbahnbefähigung im mittleren feuerwehrtechnischen Dienst erforderlichen Grundkenntnisse zu erlangen.

Die neue Ausbildung mit rettungsdienstlichem Schwerpunkt wird im Beamtenverhältnis auf Widerruf mit Anwärterbezügen absolviert und dauert längstens vier Jahre, wovon regelmäßig drei Jahre auf die Ausbildung zur Notfallsanitäterin oder zum Notfallsanitäter entfallen. Die Bewerberin oder der Bewerber muss mindestens über einen mittleren Schulabschluss verfügen. Falls die Nachwuchskraft lediglich über die Berufsbildungsreife als Schulabschluss verfügt, steht ihr dieser Zugangsweg ebenfalls offen, sofern sie zusätzlich bereits eine Berufsausbildung erfolgreich abgeschlossen hat. Dies entspricht den bundesweit einheitlichen Vorgaben des Notfallsanitätergesetzes.

Ferner wird der bisher übliche Vorbereitungsdienst für Bewerberinnen und Bewerber mit bereits abgeschlossener Berufsausbildung („112 Classic“) von zwei Jahren auf eineinhalb Jahre verkürzt. Die Verkürzung auf eineinhalb Jahre erleichtert es jungen Menschen, die oft bereits in ihrem Ausbildungsberuf arbeiten, den Zeitraum des Vorbereitungsdienstes zu überbrücken, in dem lediglich Anwärterbezüge gezahlt werden können.

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