Polizei zeigt bei Großveranstaltungen Präsenz

8. Januar 2016 | Themenbereich: Polizei, Rheinland-Pfalz | Drucken

Sicherheitskonzepte für Großveranstaltungen müssen auch bei steigenden Anforderungen einen sicheren Ablauf gewährleisten. „Wir stellen mit Blick auf die Ereignisse in Köln selbstverständlich auch die Sicherheitskonzepte der Polizei im Land auf den Prüfstand und werden für angemessene Polizeipräsenz sorgen“, so Innenminister Roger Lewentz zu Forderungen nach mehr Polizeipräsenz.

Der Minister wird sich zusammen mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer in Anwesenheit der Polizeipräsidenten in der kommenden Woche über aktuell angepasste Grundzüge der Sicherheitskonzeption der Polizei für Großveranstaltungen an Fastnacht informieren lassen.

In Bezug auf die personelle Stärke der Polizei verwies Lewentz auf die deutlich erhöhten Einstellungszahlen seit 2013. „Nachdem 2015 bereits 475 Polizeianwärter neu eingestellt worden sind, werden wir in diesem Jahr mit 500 Neueinstellungen die bisher höchste Einstellungsrate verzeichnen und dann rund 1440 Anwärterinnen und Anwärter in Ausbildung haben“, betonte der Minister.

Vor dem Hintergrund zusätzlicher polizeilicher Aufgaben auch aufgrund der verschärften Sicherheitslage werden bei den Polizeipräsidien zur Unterstützung und zur Entlastung von Polizeibeamtinnen und -beamten insgesamt 45 weitere Einstellungsmöglichkeiten für Tarifbeschäftigte geschaffen, so der Minister.

„Auch die Einführung von Bodycams, die seit 2015 in Rheinland-Pfalz in Mainz und in Koblenz als Pilotprojekt läuft, kann ein taktisches Instrument sein, um zunehmenden Übergriffen bei Großveranstaltungen zu begegnen“, sagte Lewentz. Erfahrungen zeigten, dass der offene Kameraeinsatz eine deeskalierende Wirkung erzeuge.