Grenzkontrollen: Fahrplanmäßiger Zugverkehr, Erhöhung des Verkehrsflusses auf Autobahnen

17. Dezember 2015 | Themenbereich: Bayern, Innere Sicherheit | Drucken

Auf Initiative des bayerischen Innen- und Verkehrsministers Joachim Herrmann rollen wieder die Züge zwischen Salzburg und Freilassing. Heute gab Herrmann bekannt, dass ab dem 19. Dezember 2015 wieder sämtliche Zugverbindungen im Fern- und Nahverkehr angeboten werden. „Damit ist weitgehend die Normalität im Zugreiseverkehr zurückgekehrt.“ Auf den Autobahnen A3, A8 und A93 führt die Bundespolizei pünktlich zur Ferienreisezeit flexiblere Grenzkontrollen durch. Statt die Fahrbahn nur auf einen Fahrstreifen zu verengen, werden künftig bei Bedarf zwei Fahrsteifen freigegeben: „Das erhöht den Verkehrsfluss deutlich“, freute sich Herrmann. Er dankte dem Bundesinnenministerium und der Bundespolizei, dass sie seinen Vorschlag zur Erhöhung des Verkehrsflusses berücksichtigen.

Der deutsch-österreichische Polizeikooperationsvertrag erlaubt es der Bundespolizei, die Zugkontrollen der in Richtung Deutschland reisenden Passagiere bereits auf österreichischem Boden durchzuführen. Die Bundespolizei kontrolliert entweder auf dem Bahnsteig am Salzburger Hauptbahnhof oder während des fahrplanmäßigen Aufenthalts der Züge in Salzburg. Dann fahren die Züge ohne weitere Einschränkungen weiter in Richtung Bayern. Eine Einschränkung gibt es lediglich noch beim Railjet. Reisende, die mit diesem Zug in Richtung Deutschland fahren, müssen weiterhin in Salzburg umsteigen. Wie die letzten Wochen gezeigt haben, entstehen hierdurch aber keine nennenswerten Zeitverzögerungen.

Auch auf der Straße wird der Verkehrsfluss wieder erhöht. Herrmann hatte das Bundesinnenministerium und die Bundespolizei gebeten, die Grenzkontrollen noch vor Weihnachten so umzustellen, dass bei entsprechend hohem Verkehrsaufkommen der zweite Fahrstreifen geöffnet wird. Dies ermöglicht eine Kombination aus stationären Kontrollen und Kontrollen aus dem fließenden Verkehr heraus. Die mobilen Kontrollen der Bundespolizei werden dabei von Schleierfahndern der Bayerischen Polizei unterstützt. Herrmann: „Die beschleunigte Abfertigung lässt auf eine spürbare Entlastung für den Winterurlaubsverkehr und auch für die Wirtschaft hoffen.“