Dunkelfeldstudie bestätigen zahlreiche Befürchtungen der GdP

2. Dezember 2015 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen, Mecklenburg-Vorp. | Drucken

Die ersten Ergebnisse der Dunkelfeldstudie sind erschreckend, über 40 Prozent der über 16jährigen Bürgerinnen und Bürger unseres Landes sind 2014 Opfer einer Straftat geworden. Allerdings wurden in einigen Deliktsbereichen über 90 Prozent der Straftaten gar nicht erst angezeigt.“, so der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Christian Schumacher.
Bisher wurde die Entwicklung der Kriminalität in Mecklenburg-Vorpommern nur durch die polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) dargestellt. Die PKS gibt aber lediglich an, wie viele Straftaten angezeigt wurden und nicht, wie viele tatsächlich stattgefunden haben. Dieses Dunkelfeld wurde nun durch eine Dunkelfeldstudie erhellt, deren erste Ergebnisse heute vorgestellt wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass die Polizeiliche Kriminalstatistik in ihrem Wert für die polizeiliche Arbeit überschätzt wurde.

„Mit Besorgnis sehen wir die zunehmende Angst der Bevölkerung, Opfer von Straftaten zu werden. Nur knapp 60 Prozent der Bevölkerung fühlen sich nachts überhaupt noch sicher“, so Schumacher weiter. Zwar belegen die Ergebnisse, dass das Ansehen der Polizei bei der Bevölkerung hervorragend ist. Allerdings führt der seit Jahren stattfindende Personalabbau in der Kriminal- und in der Schutzpolizei dazu, dass Ermittlungsverfahren lange dauern und eine polizeiliche Präsenz auf der Straße immer weniger wahrzunehmen ist.

„Das Innenministerium hat mit der Dunkelfeldstudie einen ersten Schritt in die richtige Richtung getan. Wir als Gewerkschaft der Polizei erwarten, dass die jetzt gewonnenen Erkenntnisse durch die Landesregierung genutzt werden, um die Sicherheit der Bevölkerung zu verbessern und nicht in Aktenschränken verschwinden.“, so Schumacher abschließend.

 

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