Justizministerin startet Online-Beratung der Stiftung Opferhilfe Niedersachsen

16. November 2015 | Themenbereich: Justiz, Niedersachsen | Drucken

Die niedersächsische Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz startete heute im Beisein des Geschäftsführers der Stiftung, Herrn Dr. Horst Freels, die Online-Beratung der Stiftung Opferhilfe Niedersachsen. Erstmals seit Bestehen der Stiftung können sich nun hilfesuchende Opfer von Straftaten über das Internet (www.opferhilfe.niedersachsen.de) anonym und kostenlos an eine Opferhelferin oder einen Opferhelfer der Stiftung wenden.

„Opferschutz geht uns alle an. Es ist unsere gesellschaftliche Verantwortung, uns dieser Aufgabe mit Nachdruck zu widmen. Opfer von Straftaten haben ein Recht auf einen respektvollen und wertschätzenden Umgang“, betonte Niewisch-Lennartz. „Hierzu gehört auch der einfache und diskrete Zugang zu niedersächsischen Opferhelferinnen und Opferhelfern.“

Vermittelt über eine Online-Plattform stehen nunmehr insgesamt drei Opferhelferinnen und Opferhelfer den ratsuchenden Menschen für diese Art der Hilfestellung zur Verfügung. Nach dem zugrunde liegenden Konzept der Stiftung Opferhilfe Niedersachsen werden Online-Anfragen innerhalb von drei Werktagen beantwortet. Die Stiftung Opferhilfe Niedersachsen bietet somit Opfern von Straftaten einen unkomplizierten, schnellen und anonymen Weg der Kontaktaufnahme über die elektronischen Medien. Besonders Jugendliche und Heranwachsende sollen mit diesem Angebot erreicht werden.

Zur Kontaktaufnahme auf dem Wege der Online-Beratung der Stiftung Opferhilfe Niedersachsen ist es lediglich erforderlich, sich mit einem Pseudonym und einem Passwort zu registrieren. Die Angabe von weiteren persönlichen Daten sowie eine eigene

E-Mail-Adresse sind nicht erforderlich. Die Kommunikation erfolgt über eine gesondert verschlüsselte Datenleitung.

Hintergrund

Die Stiftung Opferhilfe Niedersachsen wurde 2001 als Stiftung bürgerlichen Rechts von der Niedersächsischen Landesregierung eingerichtet. Sie gewährt Opfern von Straftaten Beratung und Betreuung und leistet auch außerhalb gesetzlicher Ansprüche und über die Leistungen anderer Opferhilfeeinrichtungen hinaus materielle Hilfen und fördert die Opferhilfe auch als gesamtgesellschaftliche Aufgabe. In elf Opferhilfebüros in Niedersachsen stehen hauptamtliche Fachkräfte für die Unterstützung der Opfer von Straftaten bereit. Jährlich werden mehr als 1.500 Opfer von Straftaten durch die Stiftung Opferhilfe Niedersachsen betreut und mehr als 400.000 Euro an Opferhilfeleistungen ausgezahlt.

Mehr Informationen über die Stiftung Opferhilfe Niedersachsen und ihre Leistungsangebote finden Sie unter: www.opferhilfe.niedersachsen.de.