Sicherheitsbehörden und Nachrichtendienste brauchen mehr Unterstützung und Vertrauen

14. November 2015 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen | Drucken

„Die Terrorwelle in Paris erfüllt uns mit Abscheu vor den Verbrechern, tiefem Mitgefühl für die Opfer und enger Verbundenheit mit unseren französischen Kolleginnen und Kollegen“, sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Jörg Radek am Samstag in Berlin. Radek: „Sicherheitsbehörden und Nachrichtendienste in ganz Europa brauchen jetzt deutlich mehr Unterstützung und Vertrauen durch Politik und Bevölkerung.“ Leider, so Radek weiter, hätten sich die Warnungen erneut bestätigt, dass sich Europa im Visier des internationalen Terrorismus befinde. Es sei richtig, dass in Deutschland nach dem Anschlag in Paris im Januar auch Konsequenzen in Deutschland gezogen und die Polizei verstärkt worden

ei. Dennoch sei eine bessere Informationsgewinnung und -auswertung angesichts der terroristischen Bedrohung für die Polizei nach wie vor dringend notwendig, betonte er. Dazu gehöre auch die Vorratsdatenspeicherung.
Radek: „Ein geplanter Terroranschlag dieser Größenordnung und Brutalität ist mit einem normalen Polizeischutz nicht zu verhindern. Die einzige Chance, ein solches Attentat zu verhindern, ist, den Tätern bereits bei der Planung auf die Spur zu kommen. Das bedeutet eine intensive nachrichtendienstliche und polizeiliche Überwachung potenzieller Gefährder.“

Gleichzeitig warnte der GdP-Vize davor, durch Kurzschlussreaktionen und Panik den Terroristen in die Hände zu spielen. Radek: „Unser Leben darf nicht vom Terror diktiert werden. Jetzt muss auch der Letzte in Europa begriffen haben, wie wichtig es ist, zusammenzustehen.“

1 Kommentar
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  1. Die erhöhte Überwachung der Kommunikationswege potentieller zukünftiger Terroropfer wird nicht allzuviel bringen, wie die Erfahrungen zeigen. Wichtiger wäre es, der Destabilisierung Syriens und des Iraks und sonstiger Kriegsschauplätze nachhaltig entgegenzuwirken und den Wiederaufbau der betroffenen Länder durchzuführen statt sie zu bombardieren.

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