Ausbau der Bayerischen Sicherheitswacht

22. Oktober 2015 | Themenbereich: Bayern, Innere Sicherheit | Drucken

„Unser Ziel ist, die staatliche Sicherheitswacht in Bayern auf 1.000 Mitglieder zu vergrößern“, machte Herrmann heute in München deutlich. Sie steigere durch ihre sichtbare Präsenz das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung und helfe, Vandalismus und Ordnungsstörungen vorzubeugen. Der Innenminister appelliert daher an alle Gemeinden, in denen es noch keine Sicherheitswacht gibt: „Prüfen Sie, ob aus Ihrer Sicht eine Sicherheitswacht eingeführt werden sollte und wenden Sie sich an das zuständige Polizeipräsidium.“ Zusätzlich warb Herrmann bei den Bürgerinnen und Bürgern, sich tatkräftig bei der Sicherheitswacht einzubringen.

Ehrung verdienter Mitglieder

Der Innenminister ehrte zusammen mit den jeweiligen Polizeipräsidenten 13 verdiente Mitglieder der Bayerischen Sicherheitswacht aus Augsburg, Erlangen, Weiden und Würzburg für ihr 20-jähriges ehrenamtliches Engagement. „Sie setzen sich unermüdlich für mehr Sicherheit in ihrem Ort ein und leisten eine ganz hervorragende Arbeit“, fasste Herrmann bei der Urkundenübergabe zusammen. Das sei ein leuchtendes Beispiel für andere, sich ebenfalls bei der Sicherheitswacht zu engagieren. In diesem Sinne dankte Herrmann auch den neun neuen Angehörigen der Münchner Sicherheitswacht, die heute von Polizeivizepräsident Werner Feiler beim PP München begrüßt wurden.

Auf der Straße, in den Fußgängerzonen, in Parks

Aktuell sind bayernweit in 124 Gemeinden insgesamt 772 Bürgerinnen und Bürger in der Sicherheitswacht im Einsatz, vor allem auf der Straße, in den Fußgängerzonen und in Parks. Erfahrene Polizistinnen und Polizisten der örtlichen Polizeidienststelle übernehmen deren Aus- und Fortbildung. Auch wird von der Polizei koordiniert, wann und wo die Sicherheitswacht auf Streife geht. „Die Kolleginnen und Kollegen der Sicherheitswacht sind dabei weder Hilfspolizei noch Bürgerwehr“, erläuterte Herrmann. „Vielmehr sollen sie bei verdächtigen Vorkommnissen sofort die Polizei informieren, die dann unverzüglich einschreitet.“ Selbst eingreifen sollen die Angehörigen der Sicherheitswacht nur im Ausnahmefall, beispielsweise um in Not geratenen Bürgerinnen und Bürgern zu helfen.