Wertevorstellungen des Kölner SEK stehen im Einklang mit denen der NRW-Polizei

14. Oktober 2015 | Themenbereich: Nordrhein Westfalen, Polizei | Drucken

Der Bericht des ehemaligen Chefs des NRW-Landeskriminalamtes Wolfgang Gatzke liefert nach Ansicht von Innenminister Ralf Jäger „wichtige Erkenntnisse zur Wertehaltung“ des Kölner SEK. „Ich bin froh, dass die Wertevorstellungen des Kölner SEK denen der NRW-Polizei entsprechen“, erklärte Jäger. Gatzke hatte vom Kölner Polizeipräsidenten allerdings ausdrücklich nicht den Auftrag, die Vorfälle beim Aufnahmeritual des SEK-Kommandos 3 zu untersuchen. Der Innenminister betonte erneut, dass „Mobbing und inakzeptable Aufnahmerituale bei der NRW-Polizei nicht geduldet werden.“
Obwohl es keine Hinweise auf weitere, demütigende Aufnahmerituale bei Spezialeinsatzkräften der Polizei außerhalb des Polizeipräsidiums Köln gab, hatte der NRW-Innenminister im Juni vorsorglich eine Sonderinspektion aller Spezialeinsatzkommandos (SEK) in Nordrhein Westfalen angeordnet. „Damit werden diejenigen Beamten vor ungerechtfertigten Verdächtigungen geschützt, die zuverlässig und engagiert bei den Spezialeinsatzkräften der Polizei im Einsatz sind“, erklärte Ralf Jäger. Deswegen wurden mit dem Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste NRW in Duisburg und dem Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei NRW in Selm-Bork fachkundige Aufsichtsbehörden mit der Überprüfung betraut. Hieran wird mit Hochdruck gearbeitet.
Die 18 Spezialeinsatzkommandos des Landes mit über 200 Polizisten in Köln, Düsseldorf, Münster, Dortmund, Bielefeld und Essen retten bei über 800 Einsätzen im Jahr Menschen in höchster Gefahr aus bedrohlichen Situationen oder nehmen bewaffnete Straftäter bis hin zu Schwerstkriminellen fest. „Sie sind der Garant für die Bewältigung schwierigster und gefährlichster Einsatzlagen“, erläuterte der Innenminister.