Justizminister trifft Anstaltsbeiräte der sächsischen Justizvollzugsanstalten zu einem Meinungs- und Informationsaustausch

9. Oktober 2015 | Themenbereich: Sachsen, Strafvollzug | Drucken

Justizminister Sebastian Gemkow hat sich heute in der Justizvollzugsanstalt Bautzen mit den Anstaltsbeiräten der sächsischen Justizvollzugsanstalten zu einem Meinungs- und Informationsaustausch getroffen und gleichzeitig deren ehrenamtliches Engagement gewürdigt. „Die Anstaltsbeiräte im sächsischen Justizvollzug leisten wertvolle Unterstützung bei der Gestaltung des Vollzuges und bei der Betreuung der Gefangenen. Mit ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit sorgen sie für mehr Verständnis für den Justizvollzug in der Öffentlichkeit und im politischen Raum.“ so Sebastian Gemkow.

Anlässlich des Treffens informierten sich die Anstaltsbeiräte über aktuelle Themen des sächsischen Justizvollzuges. Ein Schwerpunkt waren die Bauvorhaben in den Anstalten, die damit verbundenen zukünftigen Standortkonzeptionen und der Neubau der Justizvollzugsanstalt in Zwickau/Marienthal. Bei dem Erfahrungsaustausch hatten die Beiräte die Gelegenheit, Ihre Erfahrungen und Anregungen in den sächsischen Justizvollzug einzubringen und konnten während einer Führung durch die Justizvollzugsanstalt Bautzen das im Juli 2015 in Betrieb genommene Hafthaus, die Bildungsstätten sowie die Abteilung für den Vollzug der Sicherungsverwahrung besichtigen.

Hintergrundinformation zu den Anstaltsbeiräten:

Die Sächsischen Strafvollzugsgesetze sehen die Bildung von Anstaltsbeiräten vor, die sich in jeder Legislaturperiode des sächsischen Landtages neu bilden. Dem Beirat gehören zwei Abgeordnete des Landtages und mindestens ein Vertreter der Kommune oder des Landkreises sowie weitere Personen des öffentlichen Lebens an. Die Mitglieder werden von der Aufsichtsbehörde ernannt und die Landtagsabgeordneten vom Landtag benannt.

Die Anstaltsbeiräte können insbesondere Wünsche, Anregungen oder Beanstandungen entgegennehmen und sich über aktuelle Gegebenheiten in der Justizvollzugsanstalt sowie über die Unterbringung, Behandlung, Beschäftigung und Bildung, medizinische Versorgung oder Verpflegung informieren lassen. Des Weiteren fördern sie das Verständnis für den Justizvollzug in der Öffentlichkeit und vermitteln Kontakte zu öffentlichen und privaten Einrichtungen.