Sächsisch–tschechischer Dialog zur Bekämpfung von Crystal trägt erste Früchte

7. Oktober 2015 | Themenbereich: Kriminalität, Sachsen | Drucken

Gestern trafen sich nach seinem Besuch im Juli in Prag erneut Justizminister Gemkow und sein tschechischer Kollege Pelikán in Dresden, um ihre Bemühungen im Kampf gegen die Modedroge Crystal fortzusetzen.

Minister Pelikán betonte die Bedeutung und den Erfolg des grenzüberschreitenden Dialoges und verwies darauf, dass die Tschechische Republik aktuell im Bereich der Bekämpfung von Crystal gesetzgeberisch tätig geworden ist: „Wir sind vorangegangen und haben den Crystal-Grundstoff Chlorephedrin auf die nationale Liste verbotener Drogenausgangsstoffe gesetzt. Ein früher Eingriff in die Drogenkette ist sehr wichtig, um bereits die Herstellung von Crystal zu unterbinden. Gemeinsam mit meinem sächsischen Kollegen Gemkow bemühe ich mich weiter, ein europaweites Verbot durch die Europäische Kommission durchzusetzen.“

Justizminister Gemkow zeigte sich gegenüber seinem Kollegen dankbar: „Das tschechische Verbot des Grundstoffes Chlorephedrin ist ein wichtiger Schritt für unsere von Crystal besonders betroffenen Länder. Es unterstützt unsere gemeinsamen Bemühungen um ein europaweites Verbot und ist nicht zuletzt ein Ergebnis unseres fruchtbaren Dialoges.“

Gemeinsam mit seinem tschechischen Amtskollegen Dr. Robert Pelikán hatte gestern Justizminister Sebastian Gemkow eine länderübergreifende Arbeitsbesprechung bei der Generalstaatsanwaltschaft Dresden eröffnet. Auf Einladung von Generalstaatsanwalt Klaus Fleischmann nehmen an der zweitägigen Tagung auch die stellvertretende Generalstaatsanwältin der Republik Polen Marzena Kowalska und der Oberste Staatsanwalt der Tschechischen Republik Pavel Zeman teil.