DPolG begrüßt Entscheidung des Bundesinstituts für Arzneimittel

6. Oktober 2015 | Themenbereich: Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) hat die heutige Entscheidung des Bundesinstituts für Arzneimittel, keinen Modellversuch für die legale Abgabe von Cannabis im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg (Berlin) zuzulassen, begrüßt. DPolG Bundesvorsitzender Rainer Wendt: „Die Entscheidung wird bundesweite Signalwirkung haben und das ist gut so, denn der Staat darf nicht die Botschaft aussenden, der Konsum von Drogen sei nicht so schlimm. Vor allem für junge Menschen muss die Ansage gelten, wer Drogen konsumiert, gefährdet seine Gesundheit.

Die Entscheidung gegen die legale Abgabe von Cannabis ist auch deshalb wichtig, weil der Staat sich unter keinen Umständen zum ‚Dealer‘ machen darf. Im Gegenteil, der Staat hat die Aufgabe der Strafverfolgung, aber auch der Prävention. Wir brauchen dringend mehr Aufklärung in Schulen, in Jugendclubs, in Diskotheken, um junge Menschen auf die gesundheitlichen Folgen von Drogengebrauch hinzuweisen. Fast 40 Prozent der 18 bis 25Jährigen haben laut einer jüngsten Studie bereits Erfahrung mit Cannabis-Produkten gemacht.“

Bundesvorsitzender Rainer Wendt fordert die GRÜNEN auf, in der Drogenpolitik endlich zur Besinnung zu kommen. „Die Aufgabe der Politik muss es jetzt sein, Polizei und Justiz zu stärken, um den Drogenkonsum einzudämmen. In Berlin heißt das insbesondere das Problem ‚Görlitzer Park‘ in den Griff zu bekommen. Darum sollte sich die Bezirksbürgermeisterin endlich kümmern.“