Sachsen sagt Hackern und Datendieben den Kampf an

2. Oktober 2015 | Themenbereich: Innere Sicherheit, Sachsen | Drucken

Innenstaatssekretär Dr. Michael Wilhelm hat heute für Sachsen den Europäischen Monat der Cybersicherheit eröffnet. Wilhelm, der gleichzeitig der Beauftragte für Informationstechnologie der Sächsischen Staatsregierung ist, plädierte zum Auftakt der Aktion für mehr Sicherheitsmaßnahmen in den Verwaltungsnetzen.

„Sichere Computer und Netzwerke sind für die Verwaltung und Unternehmen, aber auch für private Nutzer unabdingbar. Deshalb engagieren wir uns für Sicherheit in der digitalen Welt. Im europäischen Monat der Cybersicherheit wollen wir unsere Aktivitäten im Kampf gegen Hacker und Datendiebe sichtbar machen.“, sagte Innenstaatssekretär Dr. Michael Wilhelm.

Das SMI ist die erste deutsche Landesbehörde, die sich am Europäischen Monat der Cybersicherheit beteiligt. EU-weit beschäftigen sich in fünf Themenwochen zahlreiche Aktionen, Konferenzen und Veröffentlichungen mit der Informations- und Cybersicherheit. Sachsen wird das Projekt „Honeypots“ und weitere Initiativen bei einem IT-Security-Stammtisch am 27. Oktober 2015 vorstellen.

Der „European Cyber Security Month“ unter der Verantwortung der EU-Behörde ENISA (European Network and Information Security Agency, deutsch: Europäische Agentur für Netz- und Informationssicherheit) findet bereits zum vierten Mal statt. Zahlreiche Einrichtungen aus fast allen EU-Mitgliedsstaaten beteiligen sich mit vielfältigen Aktivitäten.

Weitere Informationen unter: www.cybersecuritymonth.eu.

Hintergrundinformationen:
Auch die öffentliche Verwaltung steht im Fokus von Hackern. Im Jahr 2014 wurden allein 300 Angriffe auf das Sächsische Verwaltungsnetz (SVN) abgewehrt. Zudem wurden über 37.000 Viren aus E-Mails entfernt und mehr als 73.000 Schadprogramme im Internetverkehr unschädlich gemacht.

Bereits seit dem letzten Jahr läuft ein Forschungsprojekt zusammen mit der TU Dresden. Es wird ein Sensornetz entwickelt, das unerlaubte Eindringlinge in das Sächsische Verwaltungsnetz (SVN) aufspürt. Einzelne Rechner – sogenannte „Honeypots“ (deutsch: Honigtöpfe) – dienen als Sensoren. Sie registrieren versuchte Zugriffe und melden die an eine zentrale Stelle weiter. Gegenmaßnahmen können dann sofort eingeleitet werden.