Neue Raumschießanlage für das Polizeipräsidium Oberbayern Nord

28. September 2015 | Themenbereich: Bayern, Polizei | Drucken

Das Polizeipräsidium Oberbayern Nord bekommt in Ingolstadt eine neue Raumschießanlage. Wie Bayerns Innenstaatssekretär Gerhard Eck heute beim feierlichen Spatenstich betont hat, wird dort hochmoderne Technik auf neuesten Stand verbaut. „Damit bieten wir unseren Polizistinnen und Polizisten ein realistisches Schießtraining für das polizeiliche Einsatzverhalten“, so Eck. Gottseidank komme es zwar nur sehr selten vor, dass die Polizei zur Schusswaffe greifen müsse. „Im Notfall muss dann aber unseren Polizisten die sichere Handhabung der Waffe in Fleisch und Blut übergegangen sein“, machte Eck deutlich. Die rund 2,5 Millionen Euro Baukosten für optimale Ausbildungsbedingungen seien deshalb gut investiert. Mit der Fertigstellung werde Ende Januar 2017 gerechnet.

Wie der Innenstaatssekretär erläuterte, ist die Sanierung der bestehenden Raumschießanlage im Präsidiumsgebäude zu unwirtschaftlich. „Deshalb errichten wir angrenzend an die Verkehrspolizeiinspektion Ingolstadt einen Neubau.“ Das eingeschossige langgestreckte Gebäude der Schießanlage (rund 15 Meter x 33 Meter) wird in Stahlbetonbauweise ohne Unterkellerung erstellt und mit einem Pultdach mit Metalldeckung versehen. Der Neubau mit vorgehängten hinterlüfteten Fassadenplatten ist zweckbedingt nahezu fensterlos und öffnet sich am Nordwesteck mit einem verglasten Zugangsbereich. Die Schießbahn (6 Meter x 26 Meter) und der Lagerraum sind an einem Notausgang angebunden. Im benachbarten Trainingshaus wird im Keller eine neue Heizzentrale für beide Gebäude eingebaut.

„Die hochmoderne Schießstandtechnik ist der zentrale Bestandteil der neuen Raumschießanlage“, erklärte Eck. Die Zielfläche besteht aus einer bestrahlten Projektionsfläche. Zur Auswertung des Schießtrainings werden die Schützen von zwei Kameras aufgenommen. Der Schießstand lässt sich von einem mobilen Steuerungsstand innerhalb des Schießraumes bedienen. Von dort können optische und akustische Effekte eingespielt werden. Auch die Kommunikation zwischen Schütze und Ausbilder ist über eine Gegensprechanlage möglich.

Das Polizeipräsidium Oberbayern Nord ist für die zehn Landkreise Pfaffenhofen an der Ilm, Neuburg-Schrobenhausen, Eichstätt, Ebersberg, Erding, Freising, Dachau, Fürstenfeldbruck, Landsberg und Starnberg sowie für die kreisfreie Stadt Ingolstadt zuständig. Rund 2.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen für die Sicherheit von 1,5 Millionen Einwohnern auf eine Fläche von etwa 7.200 Quadratkilometern. „Die Sicherheitslage im Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord ist ausgezeichnet“, stellte Eck abschließend fest. Neben der sehr guten Aufklärungsquote belege auch die geringe Kriminalitätsbelastung die professionelle Arbeit der Polizei.