Schwächung der Fachkarrieren schadet der Kripo

23. September 2015 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen, Nordrhein Westfalen | Drucken

Ohne eine Änderung der Stellenplanobergrenzenverordnung gehen bessere Aufstiegsmöglichkeiten für Führungsfunktionen bei der Kripo automatisch zu Lasten der Fachkarrieren. Das ist aus Sicht der GdP der falsche Weg. Bei der letzten Änderung der Funktionszuordnung ist bewusst neben der Möglichkeit, durch die Übernahme von Führungsfunktionen aufzusteigen, auch der Weg der Fachkarriere gestärkt worden. Diese Möglichkeit muss erhalten bleiben, um qualifizierten Kriminalbeamtinnen und -beamten eine Aufstiegsoption innerhalb der Kripo zu bieten. Sonst werden diejenigen bestraft, die in den Kommissariaten die tagtägliche Vorgangsflut abarbeiten und sich als Sachbearbeiter ein profundes Wissen angeeignet haben.

Funktionsstellen generell erhöhen!

Die GdP fordert deshalb, dass bessere Beförderungsmöglichkeiten durch eine generelle Erhöhung der Funktionsstellen in A 12 und A 13 geschaffen werden und nicht durch eine Schwächung der Fachkarrieren. Das gilt nicht nur für die Kripo, sondern für alle Direktionen.

GdP-Konzept Ausbildung 2020 weiter umsetzen!

In dem bereits im Sommer dieses Jahres vorgelegten Positionspapier „Ausbildung 2020“ hat die GdP detaillierte Vorschläge gemacht, wie die kriminalpolizeilichen Kompetenz der angehenden Kommissare verbessert werden kann. Kernforderungen der GdP sind:

Eine Stärkung der Basiskompetenz im Bereich Tatortaufnahme und Vernehmung.
Eine stärkere Verankerung der Internetkriminalität als neuer Schwerpunkt im Curriculum.
Auch die im neuen Studienverlaufsplan bereits vorgesehene längere Dauer der Praktika im Ermittlungsdienst von mindestens sieben zusammenhängenden Wochen geht auf eine Initiative der GdP zurück.

Mit diesen Änderungen in der Studienordnung stärken wir die Kompetenz der Nachwuchspolizisten im K-Bereich. Diesen Weg wird die GdP auch in den kommenden Jahren weiter konsequent verfolgen.