Polizei klärt weniger Fälle auf

22. September 2015 | Themenbereich: Deutsche Polizeigewerkschaft, Sachsen-Anhalt | Drucken

Die heutige Medienmitteilung (MZ) zum Sinken der Aufklärungsquote ist zwar eine Darstellung der aktuellen Situation, aber inhaltlich zu hinterfragen.

Der BDK hat dazu eine klare Meinung.

Ursächlich ist nicht die OFE (Organisationsfortentwicklung oder umgangssprachlich „neue Struktur“). Die OFE ist nur ein Versuch, den Mangel zu verwalten. Die Ursachen für die Misere liegen viel weiter zurück. Der im Personalentwicklungskonzept des Landes festgelegte dramatische Personalabbau bei der Polizei zeigt jetzt die Resultate. Die noch verbleibenden Sachbearbeiter der Kripo stehen (oder sitzen) mittlerweile vor unüberschaubaren Bergen von Akten. Wo soll unter diesen Umständen eine Aufklärungsquote im oberen Bereich (Durchschnittsqoute in Deutschland) herkommen?

Zur Misere der Belastung kommt der Umstand, dass in spezialisierte Aus- und Fortbildung der Kripo in den letzten Jahren nicht wirklich investiert wurde.

In den letzten Jahren gab es nicht wenige Politiker, die mit ihrem Einfluss genau zu dieser Situation beigetragen haben. Jetzt überholt man sich im Wahlkampfstart mit notwendigen Einstellungszahlen für die Polizei. 300 oder 350 sind zu hören. Zu den Sprüchen verweise ich auf den aktuellen Haushaltsplan (inklusive Beratungen zum Nachtragshaushalt), da liest man Realitäten.

Klares Fazit: Wer sich zu Tode spart, muss mit den Folgen leben. Auslöffeln müssen es die Bürger des Landes und natürlich auch die Polizei/Kriminalbeamten.

Und noch eine Nachbemerkung: Aufschreien sollten jetzt nicht die Politiker, sondern die betroffenen Bürger.

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