Schieß- und Einsatztraining auf den Prüfstand!

21. September 2015 | Themenbereich: Berlin, Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen | Drucken

In erschreckender Weise zeigt sich erneut die in Berlin gestiegene Brutalität und Gewaltbereitschaft die den Polizeibeamten in Ausübung ihres Dienstes teilweise entgegengebracht wird. So müssen sie nicht nur die Bürgerinnen und Bürger beschützen sondern sich selbst auch.Der BDK fordert eine schnelle Verbesserung des Einsatz- und Schießtrainings auch unter Inanspruchnahme von bereits angebotenen Möglichkeiten außerhalb von Berlin!

Ungeachtet der noch ausstehenden Ermittlungen zu den Schussabgaben durch Polizeibeamte an der Spandauer Heerstraße ist festzustellen, dass Polizeibeamte immer öfter in lebensbedrohliche Situationen gelangen, die auch den geschulten Polizistinnen bzw. Polizisten in Sekunden an psychische und physische Belastungsgrenzen bringen können.

Viele solcher Einsätze können bewältigt werden ohne mediales Interesse zu erwecken und so soll es auch sein.

Verschärfend aber kommt hinzu, dass auf Grund der personellen Einsparungen nicht immer gewährleistet ist, dass für solche Situationen genügend Polizeibeamte schnell und damit rechtzeitig vor Ort sein können. Ob solch ein Einsatz dann erfolgreich oder tragisch endet, steht im wahrsten Sinne des Wortes auf des Messers Schneide.

Der BDK begrüßt die derzeitige Planung von 5 Einsatzzentren für die Polizei, aber diese werden wohl nicht vor 2018 fertiggestellt werden können. Was also passiert in der Zwischenzeit?

„Wir üben in Wohnungen die von Kollegen aus Pappkartons gebastelt wurden und müssen wohl künftig mit weniger Einsatztrainern auskommen“ sagt der Landesvorsitzende Michael Böhl.

Der BDK fordert eine schnelle Verbesserung des Einsatz- und Schießtrainings auch unter Inanspruchnahme von bereits angebotenen Möglichkeiten außerhalb von Berlin, sowie die Erhöhung der Einstellungszahlen bei Schutz- und Kriminalpolizei!

Der verletzten Kollegin wünschen wir eine schnelle und vollständige Genesung und das sie und ihr Kollege diesen dramatischen Einschnitt in ihrem Leben ohne zurückbleibende psychische Belastungen bewältigen können.