Europaweite Schwerpunktkontrolle zur Verkehrssicherheit: Über 8.000 Verstöße festgestellt

17. September 2015 | Themenbereich: Baden-Württemberg, Verkehr | Drucken

„Immer noch gehen zahlreiche Fahrzeuginsassen viel zu leichtfertig mit ihrer Gesundheit und ihrem Leben um. Knapp ein Viertel aller bei Verkehrsunfällen in Baden-Württemberg Getöteten hätten eine reelle Überlebenschance gehabt und könnten heute noch leben, wenn sie angeschnallt gewesen wären“, sagte Innenminister Reinhold Gall bei der Vorstellung der Ergebnisse der europaweiten Schwerpunktkontrolle zur Verkehrssicherheit am Mittwoch, 16. September 2015, in Stuttgart.

Zwischen dem 7. und 13. September 2015 seien bei 1.118 Polizeikontrollen in Baden-Württemberg 8.019 Verstöße geahndet worden. Allein 5.801 Fahrzeuginsassen seien wegen nicht angelegtem Sicherheitsgurt angezeigt worden. Im Jahr 2014 seien 466 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben, 49 von ihnen hätten keinen Sicherheitsgurt angelegt gehabt. „Diese Zahlen verdeutlichen eindrucksvoll, wie notwendig die Kontrollen sind. Daran werden wir auch künftig festhalten“, unterstrich Innenminister Gall.

„Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung führt zu gefährlichen Situationen und ist unverantwortlich. Pkw- oder Lkw-Fahrer können auf plötzliche Ereignisse nicht mehr rechtzeitig reagieren und deshalb nicht bremsen oder ausweichen“, betonte der Innenminister. Bei den Kontrollen seien 1.375 Fahrer wegen dieses Verstoßes verwarnt und mit einem Punkt im Verkehrszentralregister erfasst worden.

Leider seien der Polizei bei ihren Kontrollen auch 234 Kinder ohne Sicherung aufgefallen und 21 Zweiradfahrer seien ohne Helm unterwegs gewesen. Die Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten hätten überdies noch 588 weitere Verstöße gegen Verkehrsvorschriften festgestellt.
Zusatzinformationen:

Erklärtes Ziel der Landesregierung ist die nachhaltige Verbesserung der Verkehrssicherheit und die damit verbundene Reduzierung der Zahl der Verkehrstoten. Im Mittelpunkt stehen die Hauptunfallursachen überhöhte Geschwindigkeit, Nichtanlegen des Sicherheitsgurtes sowie Fahren unter Alkohol- und Drogeneinfluss.