Mehr Schulwegsicherheit

15. September 2015 | Themenbereich: Bayern, Verkehr | Drucken

Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann stellte zum Schuljahresbeginn bei einem Aktionstag an einer Münchner Grundschule aktuelle Maßnahmen des bayerischen Verkehrssicherheitsprogramm 2020 ‚Bayern mobil – sicher ans Ziel‘ zur Erhöhung der Schulwegsicherheit vor.

„Wir wollen noch mehr Schülerlotsen, Schulweghelfer, Schulbuslotsen und Schulbusbegleiter gewinnen“, machte Herrmann zum Schuljahresbeginn deutlich. Er appellierte, dass sich möglichst viele weitere Bürgerinnen und Bürger tatkräftig für einen sicheren Schulweg engagieren. Insbesondere der zunehmende Ganztagsunterricht in Bayern mitsamt Hausaufgabenbetreuung erfordert zusätzliche Schulwegdienste auch am Nachmittag und Abend. Mit knapp 31.000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern ist deutschlandweit gesehen jeder zweite Schulweghelfer in Bayern tätig.
Geschwindigkeitskontrollen und Verkehrserziehung

„Unsere Polizistinnen und Polizisten werden in den kommenden Wochen vor allem Schulen und Schulwege verstärkt bestreifen“, so Herrmann. Dazu kommen intensive Geschwindigkeitskontrollen mit modernen Überwachungsgeräten, Sicherheitskontrollen von Schul- und Linienbussen und eine viertägige Schwerpunktkontrollaktion zur Überprüfung der Gurt- und Kindersicherungspflicht. Die Bayerische Polizei setzt auch im neuen Schuljahr auf Sicherheitstrainings und flächendeckende Verkehrserziehung in den Jugendverkehrsschulen. Im vergangenen Jahr haben 380 Verkehrserzieher der Polizei mehr als 108.000 Schüler und damit rund 99 Prozent der bayerischen Viertklässler das sichere Fahrradfahren beigebracht. Zusätzlich appellierte Herrmann an die Eltern, mit ihren Kinder frühzeitig den Schulweg einzuüben. Außerdem müssen Eltern bei Fahrten zur Schule unbedingt die Verkehrs- und Parkregelungen vor den Schulgebäuden beachten.
Schulwegunfälle momentan rückläufig

2014 ereigneten sich in Bayern insgesamt 689 Schulwegunfälle (2013: 682) mit 757 verletzten Schülern (2013: 760). Dabei kamen im letzten Jahr drei Kinder ums Leben. Rund 14 Prozent der Schulwegunfälle ereigneten sich zwischen 14:00 und 20:00 Uhr. 2015 kam es bis Anfang Juli zu 288 Schulwegunfällen (- 24 Prozent) mit 335 verletzten Schülerinnen und Schülern (-13 Prozent). Einen tödlichen Schulwegunfall gab es in Bayern in diesem Jahr bislang nicht.