DPolG Bundesvorsitzender: Belastungen für die Polizei sind unverantwortlich

15. September 2015 | Themenbereich: Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

DPolG-Bundesvorsitzender Rainer Wendt hat mit scharfer Kritik auf die Belastungen der Polizistinnen und Polizisten reagiert, die mit den jetzigen Grenzkontrollen eine neue Dimension erreicht haben. In Nachrichtensendungen von n-tv und N 24 wies er darauf hin, dass diese Entwicklung vorhersehbar gewesen sei und die Politik auf Warnrufe nicht reagiert habe. Wendt: „Das müssen unsere Kolleginnen und Kollegen jetzt ausbaden, was da versäumt wurde. Den ganzen Sommer über wurde bis an die Grenzen der Belastbarkeit gearbeitet und niemand war da, um notwendige politische Entscheidungen zu treffen. Jetzt, wo alles lichterloh brennt, ruft alles nach der Polizei!“

Deutschland führt wegen des anhaltenden Flüchtlingszustroms vorübergehend wieder Grenzkontrollen ein. Das teilte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) am Sonntagabend in einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz in Berlin mit.

Den Schwerpunkt bilde zunächst die bayerisch-österreichische Grenze. Ziel sei, den derzeitigen Zustrom zu begrenzen und zu geordneten Verfahren bei der Einreise zu kommen. „Wir brauchen einfach etwas mehr Zeit und ein gewisses Maß an Ordnung an unseren Grenzen“, sagte der Bundesinnenminister. Dies sei auch aus Sicherheitsgründen dringend erforderlich.