Bilanz zum Verkehrskontrolltag „Kinder- und Schülersicherheit“

13. September 2015 | Themenbereich: Rheinland-Pfalz, Verkehr | Drucken

Gleich in der ersten Woche nach Beginn des Schuljahres 2015/2016 führte die rheinland-pfälzische Polizei landesweit Verkehrskontrollen zur Sicherheit von Kindern und Schülern auf dem Weg und beim Transport zu Kindergärten, Kindertagesstätten und Schulen durch. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf die Sicherung von Kindern in Fahrzeugen gelegt. Daneben waren die Überprüfung von Verkehrsverhalten gegenüber Kindern sowie die Kontrolle von Schulbussen Bestandteil dieses Landesverkehrskontrolltages. Insgesamt waren 329 Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte im Einsatz.

„Die Polizei will mit solchen gezielten Kontrollen, bei denen sie auch eine themenbezogene Aufklärung anbietet, die Unfallgefahren einer mangelhaften Kindersicherung aufzeigen und das Problembewusstsein – insbesondere bei den Eltern – schärfen. Gerade die Kinder sind darauf angewiesen, dass die für sie Verantwortlichen durch eine umsichtige Fahrweise und durch eine sorgfältige Sicherung im Fahrzeug für bestmögliche Sicherheit sorgen“, betonte Innenminister Roger Lewentz.

Lewentz bedankte sich bei den Einsatzkräften, die trotz hoher Einsatzbelastung und der Herausforderungen unter anderem durch die derzeitige Flüchtlingslage engagiert für die Sicherheit der schwächsten aller Verkehrsteilnehmer eintraten. Im Jahr 2014 ereigneten sich insgesamt 1372 Verkehrsunfälle, an denen Kinder beteiligt waren.
Nachdem es in 2013 zunächst 83 Unfälle weniger gab als im Vorjahr, erreichten die Unfallzahlen damit erneut das Niveau von 2012. Bei mehr als der Hälfte der Unfälle waren Kinder lediglich als Mitfahrer in Fahrzeugen unterwegs, 556 Kinder erlitten Verletzungen, ohne dass sie selbst Einfluss nehmen konnten. Die Zahl der getöteten Kinder stieg gegenüber dem Vorjahr von vier auf sieben, schwer verletzt wurden mit 205 immerhin acht weniger als 2013. Auch die Zahl der leicht Verletzten sank um 24 auf 1050.

Insgesamt überprüften die eingesetzten Beamtinnen und Beamten bei den aktuellen Kontrollen 1940 Fahrzeuge, darunter 351 Schulbusse, und deren Fahrer und Fahrerinnen. Dabei wurden 321 Pkw sowie 76 Schulbusse beanstandet. In 73 Fällen hatten die Verantwortlichen die vorschriftsmäßige Sicherung von Kindern nicht beachtet. Erschreckend: In 57 Pkw wurde sogar gänzlich auf jegliche Kindersicherung verzichtet.
Bei den Schulbussen wurden 39 Verstöße gegen Ausrüstungsvorschriften, 26 Verstöße wegen technischer Mängel sowie fünf Verstöße gegen die Sozialvorschriften festgestellt. Positiv: Keinem der kontrollierten Schulbusse musste die Weiterfahrt wegen technischer Mängel untersagt werden. Im Zuge der ermittelten Verkehrsverstöße wurden keine Strafanzeigen erstattet, 88 Fahrzeugführer erwartet eine Ordnungswidrigkeitenanzeige und 591 Verantwortliche kamen mit einer Verwarnung davon.

„Kinder zählen zu den schwächsten Verkehrsteilnehmern. Wir werden weiterhin unser ganz besonderes Augenmerk auf ihre Sicherheit im Straßenverkehr richten“, sagte Lewentz.