Senat unterstützt Opfer von Gewaltdelikten

26. August 2015 | Themenbereich: Berlin, Innere Sicherheit | Drucken

Vor über einem Jahr hat die Gewaltschutzambulanz an der Berliner Charité die Arbeit aufgenommen. Dort können Opfer von Gewaltdelikten sichtbare Spuren ihrer Verletzungen rechtsmedizinisch dokumentieren und sich an geeignete Hilfseinrichtungen vermitteln lassen, ohne dass eine Strafanzeige erstattet werden muss. Das geht aus einem von Justiz- und Verbraucherschutzsenator Thomas Heilmann vorgelegten Bericht an das Abgeordnetenhaus hervor, den der Senat heute beschlossen hat.

Nachdem die auf Initiative der Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz geschaffene und von ihr finanzierte Einrichtung sehr gut angenommen worden ist, sollen in Zusammenarbeit mit der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales sowie der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft nun ab dem kommenden Jahr vier Kinderschutzambulanzen an verschiedenen Klinikstandorten im gesamten Stadtgebiet eingerichtet werden. Dort soll jeweils eine erfahrene Kinderkrankenschwester oder ein Kinderkrankenpfleger erste Anlaufstelle für Kinder sein, die Opfer von gewalttätigen Übergriffen wurden. Der rechtsmedizinische Dienst der Gewaltschutzambulanz übernimmt die fachgerechte, gerichtsfeste Sicherung der Spuren. So können die Kinder nicht nur unter einem Dach psychologisch und medizinisch versorgt werden, sondern es wird auch dafür gesorgt, dass keine Beweismittel verloren gehen.