JVA Wuppertal-Ronsdorf erhält neue Anstaltsleitung

25. August 2015 | Themenbereich: Nordrhein Westfalen, Strafvollzug | Drucken

Die Justizvollzugsanstalt Wuppertal-Ronsdorf erhält eine neue Leitung. Der bisherige JVA-Leiter Rupert Koch wird zum 5. September 2015 auf eigenen Wunsch an die Fachhochschule für Rechtspflege nach Bad Münstereifel wechseln. Die kommissarische Nachfolge in Wuppertal-Ronsdorf übernimmt Katja Grafweg, die gegenwärtig die Justizvollzugsanstalt in Remscheid führt.

Rupert Koch erklärt zu seiner Entscheidung: „Mit Bestürzung habe ich zur Kenntnis genommen, dass in den Medien zunehmend öffentliche Kritik an meiner Person und meiner Amtsführung geäußert wird. Ich empfinde die Kritik als überzogen und zu persönlich. Dabei ist es mein Anspruch an das von mir ausgeübte Amt, einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Justizvollzugsanstalt Wuppertal-Ronsdorf zu leisten. Die massive öffentliche Kritik an meiner Amtsführung droht den Entwicklungsprozess der Justizvollzugsanstalt zu belasten. Daher habe ich das Justizministerium gebeten, mir möglichst kurzfristig neue Aufgaben zuzuweisen.“

Justizminister Thomas Kutschaty: „Für die tatkräftige und wertvolle Aufbauarbeit in der Justizvollzugsanstalt Wuppertal-Ronsdorf danke ich Rupert Koch. Seine Entscheidung zeigt, dass er stets das Wohl der Justizvollzugsanstalt im Blick hat. Die langjährige Erfahrung und das Fachwissen von Rupert Koch sind jetzt in der Forschung der Fachhochschule für Rechtspflege gefragt.“

Mit der kommissarischen Leitung der Justizvollzugsanstalt Wuppertal-Ronsdorf hat Justizminister Thomas Kutschaty die 51-jährige Juristin Katja Grafweg beauftragt, die die dortigen Aufgaben bis zur Neubesetzung der Stelle wahrnehmen wird. „Ich freue mich, dass mit Katja Grafweg eine so erfahrene Vollzugsexpertin die Amtsgeschäfte in Wuppertal-Ronsdorf übernehmen wird“, erklärte Kutschaty.

Katja Grafweg arbeitet seit 1992 im Justizvollzug. In den vergangenen fünfzehn Jahren hat sie mehrere Justizvollzugsanstalten geleitet. Seit 2008 ist sie Leiterin der Justizvollzugsanstalt Remscheid, in der derzeit 505 Gefangene im geschlossenen und 275 Gefangene im offenen Vollzug untergebracht sind.

Die JVA Wuppertal-Ronsdorf wurde im Jahr 2011 in Betrieb genommen. Es handelt sich um eine moderne wohngruppenbasierte Justizvollzugs-anstalt für junge männliche Straf- und Untersuchungsgefangene mit derzeit 389 Gefangenen.

Aufgrund einer anonymen Eingabe wurde in der Presse in den vergangenen Wochen über Klageverfahren von Bediensteten und dienstrechtlichen Maßnahmen berichtet. Das Justizministerium hat den Rechtsausschuss in einem umfassenden Bericht hierüber unterrichtet. Die Überprüfung hat bislang keine Beanstandungen ergeben.

1 Kommentar
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  1. Als ehemaliger kann ich nur lachen. Die Art der Personalführung dieses Anstaltsleiters konnte nur in diesem Desaster enden. Ich selbst wurde von ihm von einem Verantwortlichem zum Hilfsarbeiter degradiert, ohne Angabe von Gründen und trotz überdurchschnittlicher Beurteilung. Mir blieb nur der Weg in die vorzeitige Pensionierung mit mehr als 300 aufgelaufenen Übersunden und nicht abgewickeltem Urlaub aus zwei Jahren. Als Betroffener ärgert mich lediglich die Art der Berichterstattung. Es ist doch mehrals deutlich erkennbar, dass es keineswegs eine „freiwillige Entscheidung des Herrn Koch war, sondern vom Ministerium initiiert. Jetzt geht Herr Koch den gleichen Weg, den er einigen sehr erfahrenen Bediensteten vorher selbst verordnet hat. Von der Rolle des Verantwortlichen zurück an die Basis ohne Verantwortung. Eine Leiterfunktion wird dieser Beamte wohl (Gott sei Dank) nicht mehr erhalten.

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