25 Strafgefangene machen hinter Gittern ihren Schulabschluss

25. August 2015 | Themenbereich: Mecklenburg-Vorp., Strafvollzug | Drucken

„Mit einem Schulabschluss lässt sich ein besseres Leben aufbauen. Er ist Voraussetzung für weitere Qualifizierungen und kann damit entscheidend sein für ein Leben ohne Straftaten. Die Pädagogen der Volkshochschulen und auch die Justizbediensteten, die sich tagtäglich mit den Schülern hinter Gittern beschäftigen, haben somit einen enorm wichtigen Beitrag zum Opferschutz geleistet. Ihnen gilt mein Dank. Den 25 Strafgefangenen, die in diesem Sommer ihre Mittlere Reife bzw. Berufsreife erlangt haben, gebe ich mit auf den Weg, den Abschluss nach ihrer Haftentlassung auch zu nutzen, um ihre erfolgreiche Resozialisierung und dadurch die Gemeinschaft zu stärken. Ein erfolgreicher Schüler aus der Jugendanstalt Neustrelitz hat bereits einen Lehrvertrag zum Straßenbauer in der Tasche“, sagte Justizministerin Kuder.

In der Jugendanstalt Neustrelitz erreichten in diesem Sommer sieben Gefangene im Alter von 20 bis 26 Jahren die Mittlere Reife. Der Beste mit einem Notendurchschnitt von 1,0. Am 24. August startet der neue Schulkurs, bei dem sich 15 Jugendliche angemeldet haben. In der JVA Bützow haben zehn Strafgefangene die Mittlere Reife erreicht, acht Gefangene bekamen den Abschluss zur Berufsreife. Hier startet der neue Kurs am 31. August mit insgesamt 24 Schülern. Unterrichtet werden in Neustrelitz und Bützow acht bzw. sieben Fächer, darunter Mathematik, Deutsch und Englisch. Die Schüler erhalten neutrale Zeugnisse ohne Hinweis auf den Strafvollzug.

Einen Facharbeiterabschluss verzeichnete die JVA Bützow im Frisörhandwerk. Im September folgen vier Prüfungen nach Umschulungen zum Bäcker. Die JA Neustrelitz bildete einen Gärtner, einen Ausbaufacharbeiter und einen Koch aus.