Start der Fußball-Bundesliga – BDSW fordert klare Regeln und höhere Qualität der Sicherheit

14. August 2015 | Themenbereich: Security | Drucken

Der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft BDSW weist zum morgigen Bundeligastart erneut auf die Notwendigkeit gesetzlicher Voraussetzungen für den Einsatz von Sicherheits- und Ordnungskräften in Fußballstadien hin. „Der Verband fordert seit langem eigenständige Regelungen für die Sicherheit in Fußballstadien, in denen Qualifikationen, Zulassungsvoraussetzungen und Zuverlässigkeitskontrollen festgelegt werden“ so der Hauptgeschäftsführer des BDSW, Dr. Harald Olschok. Derzeit sind in den ersten drei Ligen ca. 18.000 Sicherheits- und Ordnungsdienstmitarbeiter tätig. Davon sind 13.000 bei privaten Sicherheitsdiensten beschäftigt, der Rest ist vereinseigenes Personal, das keinerlei Voraussetzungen erfüllen müssen.

In der letzten Saison gab es eine Reihe von Medienberichten über angebliche Rechtsverstöße von Sicherheits- und Ordnungsdienstleistungsunternehmen in Bielefeld und Gelsenkirchen. „Sicherheitsmitarbeiter in Fußballstadien müssen eine tätigkeitsspezifische Qualifizierung erhalten, die speziell auf die Situation im Stadion abgestimmt ist. Im Mittelpunkt müssen praktische Kenntnisse im Umgang mit Menschen („Crowdmanagement“) und rechtliche Grundlagen vermittelt und abgeprüft werden. Hier erarbeitet eine Arbeitsgruppe beim Deutschen Fußballbund (DFB) unter Mitarbeit des BDSW derzeit Richtlinien für eine Zertifizierung“, sagte Olschok. Aber auch die Überprüfung der Mitarbeiter im Vorfeld müsse verbessert werden. Olschok forderte eine über die derzeit geltenden gewerberechtlichen Regelungen hinausgehende Zuverlässigkeitsüberprüfung. „Diese könnte beispielsweise im Vorfeld der Spiele durch die Polizeibehörden durchgeführt werden“, schlug er vor.

Wichtig sei auch die Gleichbehandlung von gewerblichen und vereinseigenen Sicherheitskräften. Gerade der Fall Bielefeld habe gezeigt, dass die Tatsache, dass vereinseigene Sicherheits- und Ordnungskräfte keine rechtlichen Voraussetzungen erfüllen müssen, zu Schwierigkeiten führen kann. Hier hatte ein gewerblicher Sicherheitsdienstleister zu Jahresbeginn die Sicherheits- und Ordnungsdienste übernommen und konnte angeblich nicht sofort ausreichend Mitarbeiter stellen. „Offensichtlich gab es in der Vergangenheit in Bielefeld keine qualifizierten Mitarbeiter, die hätten übernommen werden können. Durch eine einheitliche Geltung der rechtlichen Vorschriften kann eine solche Situation verhindert werden.“

Wichtig sei es aber auch, zwischen Sicherheits- und Ordnungsdienstmitarbeitern zu unterscheiden. Die gewerberechtlichen Voraussetzungen gelten nur für erstere, weil nur sie sicherheitsrelevante Tätigkeiten durchführen. Ordnungskräfte erfüllen reine Serviceaufgaben. Olschok forderte die Einführung einer einheitlichen Qualifizierung für Sicherheits- und Ordnungskräfte, sowohl von gewerblichen als auch von vereinseigenen Mitarbeitern. „Nur so kann gewährleistet werden, dass das Fußballerlebnis in allen Stadien in Deutschland sicher ist“, sagte der BDSW-Hauptgeschäftsführer abschließend.

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