17.Sächsische Verkehrssicherheitstag

13. August 2015 | Themenbereich: Sachsen, Verkehr | Drucken

„Der guten Tradition folgend, findet dieses Jahr der 17. Sächsische Verkehrssicherheitstag auf dem Sachsenring statt. Unter dem Motto ‚Miteinander – nicht Gegeneinander‘ wird auch der diesjährige Verkehrssicherheitstag am 23. August 2015 ein abwechslungsreiches, interessantes und spannendes Programm für alle Gäste bieten“, so der sächsische Verkehrsminister Martin Dulig. „Dabei soll der besondere Fokus auf Respekt, Rücksichtnahme und Toleranz im Straßenverkehr gerichtet sein“, so der Schirmherr des Verkehrssicherheitstages. Ein abwechslungsreiches Programm bietet der ganzen Familie die Möglichkeit sich dem Thema Sicherheit im Straßenverkehr zu nähern. Von den „Motocross Kids“ des MSC Thurm über Stunts und Action mit DEKRA und FSD GmbH bis hin zu Rundfahrten auf dem Grand-Prix-Kurs wird allen etwas geboten.
Als Highlight des diesjährigen Verkehrssicherheitstages werden die neuesten Entwicklungen von Fahrerassistenzsystemen über Elektromobilität bis hin zum autonomen Fahren vorgestellt. So können verschiedenste Elektrofahrzeuge selbst ausprobiert und kostenlose Probefahrten durchgeführt werden. Ein fahrerloses Fahrzeug wird den Sachsenring umrunden und im hochautomatisierten Modus spannende Fahrmanöver bewältigen. Außerdem werden in einem Fachforum mit Podiumsdiskussion interessante Themen aus dem Bereich Intelligente Verkehrssysteme vorgestellt und diskutiert.
Was Intelligente Verkehrssysteme bereits können und zukünftig ermöglichen sollen, zeigt die Präsentation zwischen 14 und 15 Uhr auf der Start- und Zielgeraden. Bei dieser Demonstration wird zunächst ein autonomes Fahrzeug den Parcours des Sachsenrings bewältigen. Anschließend wird das Fahrzeug im hochautomatisierten Modus selbständig Gefahren erkennen, an einer roten Ampel anhalten und einem verunglückten PKW ausweichen. Über Sensoren und Kommunikations-Chips ist das Fahrzeug mit seiner Umgebung vernetzt. So können Gefahrenwarnungen und Informationen über Distanzen von bis zu zwei Kilometern von der Gefahrenstelle, der Ampel oder anderen Fahrzeugen ins autonom fahrende Fahrzeug übertragen werden. Außerdem wird eine intelligente Ampel vorgestellt, die Fußgänger an der Kreuzung erkennt und eine Warnung an das sich nähernde Fahrzeug gibt.
Staatsminister Martin Dulig fährt in einem hochautomatisierten Fahrzeug über den Sachsenring.

Die Demonstrationen sollen die sächsischen Kompetenzen und das vorhandene Know-how von Forschungseinrichtungen, kleinen und mittelständigen Unternehmen sowie der im Freistaat ansässigen Industrieunternehmen verdeutlichen.
Das Demonstrationsfahrzeug ist ein mit verschiedenen Sensoren und Kameras ausgestatteter e-Golf der IAV GmbH. Das Chemnitzer Unternehmen beschäftigt sich, als führender Entwicklungspartner der Automobilindustrie, schon seit mehr als 30 Jahren mit der Entwicklung von sicheren, umweltfreundlichen und komfortablen Fahrzeugen. Im Themenbereich der Automation von Fahrzeugen nimmt die IAV nicht nur im Freistaat, sondern in ganz Deutschland eine der führenden Rollen ein. Das zu Forschungszwecken umgebaute Fahrzeug soll wichtige Informationen über technische Möglichkeiten, aber auch über die Handhabung eines hochautomatisierten PKWs bereitstellen. Im Zuge der Demonstration wird auch Staatsminister Dulig eine Runde im hochautomatisierten Fahrzeug der IAV mitfahren. Damit geht Sachsen einen weiteren Schritt in Richtung zukunftsfähiger Mobilität und Verkehrssicherheit im Freistaat Sachsen und positioniert sich deutlich, heimische Unternehmen bei Forschung und Entwicklungen in diesem Bereich zu unterstützen.
NXP Semiconductors, mit Niederlassung in Dresden, ist ein weltweit führender Chip-Spezialist mit dem Schwerpunkt sichere Vernetzungslösungen für die intelligente Welt. Die Automobilsparte entwickelt Technologien für sicheres autonomes Fahren. Bei der Demonstration wird gezeigt, wie Fahrzeuge untereinander und mit ihrer Umgebung mit Hilfe verschiedener Kommunikationsmodule sprechen, um Warnungen zu übermitteln. Dazu hat NXP das autonome Fahrzeug der IAV, eine Ampel, Fahrzeuge in der Umgebung und ein Verkehrsschild mit Kommunikationstechnik ausgestattet. Fußgänger werden über NXP RFID-Technologie (Radio-Frequenz-Identifikation) erkannt und dem sich nähernden Fahrzeug über den Kommunikationsstandard WLAN 802.11p gemeldet. Schon Ende nächsten Jahres werden erste Serienfahrzeuge mit der NXP Technologie auf die Straße kommen.
Die dresden elektronik verkehrstechnik gmbh ist spezialisiert auf die Produktentwicklung im Bereich Verkehrsbeeinflussung und Anzeigesysteme. Dabei stehen zunehmend die dynamische Verkehrsbeeinflussung sowie die „intelligente Ampel“ im Fokus des Unternehmens. Durch E-Paper Anzeigesysteme im Haltestellenbereich können sich Fahrgäste schon heute über die aktuellen Änderungen im Fahrplan informieren. Zusätzlich wird daran gearbeitet, dass Ampeln zukünftig selbständig Fußgänger erkennen und den Verkehrsfluss optimal steuern und lenken.
Um die Funktionalität dieser vorgestellten Systeme sicherzustellen und technische Ausfälle zu vermeiden, bietet das Dresdner Unternehmen FSD Fahrzeugsystemdaten GmbH den Rahmen zum Testen und Prüfen solcher neuartigen Funktionen. Mit ihren hervorragenden Kompetenzen im Bereich der Prüftechnologien für Fahrzeuge unterstützt die FSD große Prüforganisationen und Verbände. Auf dem Prüfgelände in Radeberg werden fahrzeugindividuelle Prüfvorgaben, Zusatzinformationen und Hinweise zur Hauptuntersuchung (HU) Prüfern in Deutschland und ganz Europa zur Verfügung gestellt.
Die Sächsische Energieagentur – SAENA GmbH bietet eine Vernetzungsplattform für alle Unternehmen und Forschungseinrichtungen im Bereich effizienter Mobilität in Sachsen. Auf dem 17. Verkehrssicherheitstag wird die SAENA mit einem Stand an der Boxengasse die sächsischen Aktivitäten in diesen Bereichen vorstellen und rund um die Themen Intelligente Verkehrssysteme und Elektromobilität beraten.

Kommen Sie vorbei und informieren Sie sich unter anderem über intelligente Verkehrsschilder, hochautomatisiertes Fahren und die ausgestellten Elektrofahrzeuge regionaler Firmen. Erfahren Sie kostenlos den Fahrspaß mit verschiedenen Elektroautos der Firmen Volkswagen und Mitsubishi sowie dem Autohaus Demmler aus Wilkau-Haßlau. Auch das an der Demonstration beteiligte Fahrzeug und die eingebundene Infrastruktur werden am Stand zu sehen sein.
Anschließend werden von 15.30 bis ca. 17.00 Uhr in einer Podiumsdiskussion zum Thema „Blick auf den Verkehr der Zukunft“ aktuelle Fragen auf dem Weg zum autonomen Fahren diskutiert. Dabei spielt nicht allein die technische Umsetzung eine wichtige Rolle sondern auch Fragestellungen zum Datenschutz und zur Bedienbarkeit der Systeme.