DPolG gegen Freigabe von Cannabis

5. August 2015 | Themenbereich: Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen, Niedersachsen | Drucken

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) in Niedersachsen warnt vor einer Freigabe von Cannabis. Landesvorsitzender Thomas Kliewer kritisierte die Pläne der neugewählten Bremer Regierung, Cannabis zu legalisieren. Kliewer kritisierte die Pläne der neugewählten Bremer Regierung, Cannabis zu legalisieren. „Diese Debatte verharmlost den Konsum von Cannabis“, erklärte Kliewer gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung. Gerade die psychische Abhängigkeit dürfe nicht unterschätzt werden. „Das kann bis zu Psychosen führen. Außerdem ist der Wirkstoffgehalt dieser Rauschmittel mittlerweile deutlich gestiegen“, betonte der Polizeigewerkschafter.

Kliewer betonte, in Deutschland könne die Staatsanwaltschaft schon jetzt bei geringen Mengen zum Eigenverbrauch von einer Strafverfolgung absehen. „Die Polizei ist oft gezwungen, Strafanzeigen zu schreiben, die dann von der Staatsanwaltschaft wegen der geringen menge eingestellt werden“, erklärte Kliewer. „2014 stiegen die Straftten in diesen Bereichen bei Minderjährigen um 20 Prozent.“ Dies binde eine Menge Personal.

„Wir sollten uns vielmehr darüber Gedanken machen, diese Grenze der geringen Menge in bestimmten Bereichen wie Schulen, Jugendzentren oder Spielplätzen abzuschaffen“, verlangte der DPolG-Landesvorsitzende. „Dort sollte Null-Toleranz gelten.“ Das wäre ein klares Signal.
Kliewer sprach sich außerdem für den Ausbau der Präventionsarbeit aus, um Jugendliche noch intensiver über die Gefahren des Drogenkonsums aufzuklären. Auch Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius hat sich gegen die Freigabe von Cannabis ausgesprochen. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, sprach von einem „völlig falschen Signal“.

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