„Drogenkriminalität kann nur grenzüberschreitend erfolgreich bekämpft werden“

27. Juli 2015 | Themenbereich: Justiz, Sachsen | Drucken

Justizminister Sebastian Gemkow hat gestern in Prag mit seinem tschechischen Amtskollegen Robert Pelikan erste Gespräche zur grenzüberschreitenden Bekämpfung der Drogenkriminalität geführt. Die Zusammenarbeit mit der Tschechischen Republik soll dabei gestärkt werden.

Staatsminister Gemkow betonte: „Die Kooperation beginnt bereits erste Früchte zu tragen. So konnten die Staatsanwaltschaften durch ihre gemeinsame Ermittlungsarbeit bei der Aufklärung von grenzüberschreitender Drogenkriminalität und bei der Verfolgung von Autoschieberbanden schon Erfolge erzielen. Ich danke der tschechischen Seite für ihre Unterstützung in diesem Bereich.“

„Drogenkriminalität lässt sich in der Grenzregion nur durch die gegenseitige und enge Zusammenarbeit erfolgreich bekämpfen“, sagte Minister Robert Pelikan nach den Gesprächen mit seinem sächsischen Amtskollegen.

Auch der Generalstaatsanwalt des Freistaates Sachsen Klaus Fleischmann und der Generalstaatsanwalt der Tschechischen Republik Pavel Zeman nahmen an den Gesprächen teil. Dabei wurden die Erfahrungen im Bereich der Kriminalpolitik ausgetauscht und die Zusammenarbeit der sächsischen und tschechischen Staatsanwaltschaften angesprochen.

Außerdem diskutierten die Minister Fragen des Strafvollzugs. Immer mehr Gefangene sind drogenabhängig. So haben allein ca. 20 Prozent der Gefangenen in den sächsischen Justizvollzugsanstalten bereits Crystal konsumiert. Beide Seiten äußerten ein gegenseitiges Interesse an einem Erfahrungsaustausch auf dem Gebiet des Justizvollzugs.