Herrmann verurteilt Brandanschlag auf geplante Asylbewerberunterkunft

17. Juli 2015 | Themenbereich: Bayern, Innere Sicherheit | Drucken

Ein fremdenfeindlicher Hintergrund beim Brand in einem ehemaligen Landgasthof in Reichertshofen ist sehr wahrscheinlich. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann verurteilte die Tat als Barbarei und bittet die Bevölkerung um sachdienliche Hinweise sowie Mitteilung aller Beobachtungen, die in Zusammenhang mit der Tat stehen könnten. Denn eines ist für Herrmann klar: „Wir werden alle Möglichkeiten nutzen, um die Hintergründe aufzuklären und die Täter zur Verantwortung zu ziehen. Solche Taten richten sich nicht nur gegen Asylbewerber und deren sichere Unterbringung. Solche Taten sind ein Angriff auf die rechtstaatliche Gesellschaft. Sie sind feige, hinterhältig und widerwärtig.“

Derzeit arbeitet eine Sonderkommission der Kriminalpolizei mit Hochdruck an der Aufklärung des mutmaßlichen Verbrechens. Herrmann begrüßte die Ankündigung von Landrat Martin Wolf, die Asylbewerber trotzdem wie geplant in die Unterkunft in Reichertshofen einziehen zu lassen: „Wir dürfen vor solchen Tätern nicht kapitulieren, im Gegenteil: Jetzt erst Recht! Wir lassen uns durch solche Taten nicht einschüchtern!“

Sachdienliche Hinweise, die im Zusammenhang mit der Tat stehen könnten, nimmt die Kriminalpolizei Ingolstadt unter der Telefonnummer 0841/9343-0 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.