Ex BKA-Chef Ziercke zum Vorsitzenden des Wissenschaftlichen Beirats des BDK berufen

1. Juli 2015 | Themenbereich: Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen | Drucken

Am gestrigen Dienstag fand die konstituierende Sitzung des Wissenschaftlichen Beirates des Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) in Berlin statt. Zum Vorsitzenden des Gremiums wurde vom BDK-Bundesvorstand Jörg Ziercke, Präsident des Bundeskriminalamtes von 2004 bis 2014, berufen.

„Der BDK setzt sich fachlich fundiert und stets begründet für die Interessen der Kolleginnen und Kollegen, Beamte wie Tarifbeschäftigte, ein. Wir gestalten aktiv Kriminalpolitik, wollen die defizitären Rahmenbedingungen für die Kriminalitätsbekämpfung optimieren und so auch das Arbeitsumfeld der Kriminalistinnen und Kriminalisten verbessern. Zum Ausbau unserer Expertise und als weiteren Garanten für eine professionelle und parteipolitisch unabhängige BDK-Arbeit haben wir nun einen Wissenschaftlichen Beirat ins Leben gerufen“, so der BDK-Bundesvorsitzende André Schulz heute in Berlin.

Die Einrichtung des Wissenschaftlichen Beirates des BDK erfolgte vorrangig mit drei Hauptzielrichtungen: Zum einen soll durch seine Mitglieder die kriminalpolitische Argumentation des BDK bewertet, abgesichert und bereichert werden. Zum anderen soll der Beirat die Möglichkeit bieten, Ideen zu entwickeln, ob und inwieweit wissenschaftliche Forschung angestoßen oder bereits vorhandene Forschungsergebnisse zielgerichtet genutzt werden können. Letztlich soll der Beirat die Funktion eines bindenden Elementes zur Kripo Akademie des BDK einnehmen.

„Der Wissenschaftliche Beirat ist ein Alleinstellungsmerkmal des BDK im Bereich der Polizeigewerkschaften und macht unseren fachlichen Ansatz nochmals deutlich. Wir sind stolz darauf und fühlen uns geehrt, dass wir so hochkarätige Wissenschaftler und Jörg Ziercke als Gründungsvorsitzenden des Beirates gewinnen konnten“, so BDK-Chef Schulz.

Für den Beirat konnten namhafte Persönlichkeiten gewonnen werden, die allesamt anerkannte Experten ihrer Fachrichtungen sind. Dieses sind: Prof. Dr. Katharina Beckemper (Universität Leipzig), Prof. Dr. Thomas Feltes (Ruhr-Universität Bochum), Prof. Hartmut Brenneisen (Fachhochschule für Verwaltung und Dienstleistung, Kiel-Altenholz), Prof. Dr. Rüdiger Lessig (Universitätsklinikum Halle/Saale), Prof. Dr. Christine Schirrmacher (Universitäten Bonn und Leuven/Belgien), Prof. Dr. Thomas Thiel-Clemen (Fakultät Technik und Informatik, Department Informatik, HAW Hamburg), Prof. Harald Otto Schweizer, Ph.D. (California State University, Fresno, USA), Prof. Dr. Nivedita Prasad (Alice Salomon Hochschule, Berlin), Dr. Markus Hellenthal (Direktor Bundespolizei a.D., Geschäftsführer bei verschiedenen Unternehmen, u.a. Accenture, Airbus Defence & Space, Thales, IBM und Beirat der WHU Otto Beisheim School of Management), Dr. Wiebke Steffen (vorm. Bayer. LKA, Vorsitzende des Fachbeirates Vorbeugung und Bundesvorstandsmitglied im Weisser Ring), Dr. Wilhelm Knelangen (Universität Kiel), Dipl.-Pol. Dipl.-Psych. Hermann Groß (Regierungsdirektor, Fachbereichsleiter im Fachbereich Verwaltung und stellvertretender Rektor der Hessischen Hochschule für Polizei und Verwaltung), Ass. jur. Jens Schröder (Europäisches Parlament, Brüssel) und Dipl.-Verw. Michael Sorge (Global Head of Corporate Security, Bayer AG).

„Der Beirat des BDK agiert ehrenamtlich, autark und nach den Grundprinzipien wissenschaftlicher Arbeit. Das neue Gremium hat sich bereits zahlreiche wichtige Themen auf die Tagesordnung gesetzt, die es nun zu behandeln gilt. Durch dieses neue Organ erreicht die Arbeit des BDK eine neue qualitative Dimension“, so Schulz abschließend.