Kriminelle Großfamilien stärker bekämpfen

26. Juni 2015 | Themenbereich: Berlin, Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

Die eher hilflos anmutende Antwort des Senats auf die parlamentarische Anfrage des MdA Tom Schreiber (SPD) hat die DPolG Berlin heute scharf kritisiert. Zwar sind richtige Bekämpfungsansätze formuliert, aber ganz offenbar fehlt der Wille, das Problem ganzheitlich anzugehen. Bodo Pfalzgraf, Landesvorsitzender der DPolG Berlin: „Der Staat darf sich nicht künstlich dumm stellen, sondern muss die organisierte Kriminalität mit allen Mitteln bekämpfen! Das bedeutet von Gewerbeamt über
Steuerfahndung bis hin zum Sozialmissbrauch müssen neben der Polizei alle Behörden an einen Tisch.“
Die Bandenstrukturen schaden dem Rechtsstaat und schüchtern Anwohner ein. Pfalzgraf: „Wir reden auch nicht nur von arabischen Großfamilien, die neben ihren Schwarzgeldmillionen auch noch Sozialleistungen kassieren, sondern von einem viel größeren strukturellen Problem, das bei kriminellen Großclans keine Nationalität kennt. Wir müssen der Spur des Geldes folgen, dann wird Bekämpfung effektiv!“ Mit Immobilienkäufen und Tarnfirmen wird kriminelles Schwarzgeld legalisiert und es
besteht die Gefahr, dass sich die Ganoven bald als Biedermänner präsentieren.