Bescheidenheit ist eine Zier, doch besser lebt man ohne ihr

25. Juni 2015 | Themenbereich: Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen | Drucken

So lautet eine bekannte Berliner Redensart, deren Urheber bisher nicht zweifelsfrei feststeht, der aber einige Liebhaber „fremder Federn“ offenbar etwas abgewinnen können?

So hat sich der BDK mehrmals gegen das sog. Personalentwicklungskonzept (PEK) der Bundespolizei (BPOL) ausgesprochen und stattdessen seine konstruktiven Alternativ-Vorschläge in die Behörde sowie in die Personalratsarbeit getragen. Er stand dabei auch nicht ganz alleine. Letztlich wurde das PEK durch die entsprechende Mehrheit, gegen erhebliche Kritik, durchgesetzt.

Es erstaunt und erfreut gleichermaßen, dass nicht nur das BPOLP umzuschwenken scheint, sondern auch diejenigen, die dem nunmehr einhellig kritisierten PEK zunächst zustimmten! Interessanterweise bleibt dieser bemerkenswerte Umstand unerwähnt. Die zitierte Begründung zur Ablehnung der Verwendungsbreite orientiert sich zum Teil an den Argumenten des BDK. Der BDK erlaubt sich lediglich den Hinweis, dass er nicht nur ökonomisch und sozial, sondern vor allem aufgabenbezogen argumentierte, da die Verwendungsbreite insbesondere Fachkarrieren erschwert oder gar verhindert bzw. Fachkräfte zum Wechsel in ungewohnte Bereiche zwingt, wo das bisherige Spezialwissen ohne ausreichende Relevanz sein kann und im alten Wirkbereich schmerzlich fehlt.

Der BDK fordert seit Jahren konsequent, in den Führungs- und Sachbearbeiterfunktionen langjährig erfahrene, qualifizierte Kriminalisten zu verwenden: Fachkompetenz vor Verwendungsbreite! Darüber hinaus ist immer noch die Zuordnung speziell zugewiesener Aufgaben in den BPOLI KB und den örtlichen Ermittlungsdiensten im ODP überfällig. Der BDK lehnt den Schmuck mit fremden Federn ab, legt aber dafür Wert auf Glaubwürdigkeit, um u.a. nicht noch mehr Politik- und Gewerkschaftsverdrossenheit zu fördern.

In den jahrelangen Veröffentlichungen des BDK kann dessen authentische, geradlinige Argumentationskette nachvollzogen werden.