„Engagierte Bürger leisten wichtigen Beitrag zur Kriminalitätsprävention“

22. Juni 2015 | Themenbereich: Brandenburg, Prävention | Drucken

Innenminister Karl-Heinz Schröter macht sich für einen Ausbau der Sicherheitspartnerschaften in Brandenburg stark. „Diese Form der Kriminalitätsprävention in den Kommunen hat sich bewährt“, sagte der Minister heute in Potsdam bei einem Festakt zum 20-jährigen Bestehen der Sicherheitspartnerschaften. Dabei zeichnete der Minister zehn Sicherheitspartnerschaften aus, die bereits seit 1995 aktiv sind. Zugleich begrüßte der Minister die in den vergangenen Monaten neu gegründeten Sicherheitspartnerschaften.

Durch das Wirken der Sicherheitspartner habe sich die Kriminalitätssituation in vielen Gemeinden verbessert, sagte Schröter. Deshalb solle das Netz der Sicherheitspartner künftig wieder enger geknüpft werden. Der amtierende Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke ergänzte: „Ich begrüße ausdrücklich den positiven Effekt des Engagements der Sicherheitspartnerschaften auf das Sicherheitsgefühl in den jeweiligen Gemeinden. Sie tragen damit zu mehr Lebensqualität in ihren Heimatorten bei.“

1995 trat ein Erlass zur Kommunalen Kriminalitätsverhütung in Kraft, der auch die Gründung von Sicherheitspartnerschaften vorsieht. Im Jahr 2003 gab es bereits 117 Sicherheitspartnerschaften mit 880 ehrenamtlich engagierten Bürgern. Ende 2014 waren allerdings nur noch 74 Sicherheitspartnerschaften mit 446 Aktiven registriert. Schröter möchte daher wieder mehr Menschen für eine Mitarbeit gewinnen.

Dazu soll zunächst der Austausch intensiviert werden. Noch in diesem Jahr sind vier Regionalkonferenzen im ganzen Land geplant, auf denen Vertreter von Sicherheitspartnerschaften, Polizei und Kommunen ihre Erfahrungen darstellen und Ideen zur Verbesserung der Kooperation einbringen können. Dabei wird auch über eine bessere Ausstattung der Sicherheitspartner diskutiert. Die Ergebnisse der Regionalkonferenzen werden bei einer zentralen Fachtagung ausgewertet. Im Anschluss wird der Erlass zur Kommunalen Kriminalitätsverhütung überarbeitet.

Schröter betonte in seiner Rede vor mehr als 100 Sicherheitspartnern: „Sie sind ein wichtiger Bestandteil der Sicherheitsarchitektur in unserem Land. Ich bin davon überzeugt, dass sich eine wirkungsvolle Kriminalitätsbekämpfung nur mit einer gemeinsamen gesamtgesellschaftlichen Anstrengung realisieren lässt. Sicherheitspartner nehmen dabei einen wichtigen Platz ein. Sie setzen sich in hervorragender Art und Weise für ihre Gemeinde ein und stehen der Polizei und den Ordnungsbehörden als Partner zur Seite. Sicherheitspartner sind aufmerksame Nachbarn, die verdächtige Situationen oder gefährliche Lagen erkennen und der Polizei melden.“

Der Minister stellte zugleich klar, dass Sicherheitspartner keine hoheitlichen Befugnisse haben. Die Aufklärung von Straftaten bleibe ausschließlich Aufgabe der Polizei.

 

Folgende Sicherheitspartnerschaften wurden für ihre 20-jährige Arbeit geehrt:

-Wandlitz

-Werneuchen

-Hoppegarten/Birkenstein

-Fredersdorf/Vogelsdorf

-Wriezen

-Storkow

-Woltersdorf

-Schöneiche

-Fichtenwalde

-Amt am Mellensee