G7-Einsatz der Polizei: Herrmann zieht positive Bilanz

8. Juni 2015 | Themenbereich: Bayern, Innere Sicherheit | Drucken

 

„Ich bin stolz und dankbar dafür, mit wie viel Engagement, Herzblut und persönlichem Einsatz unsere Polizei aus Bayern, Bund und den Ländern den wohl größten Einsatz in der Geschichte der Bayerischen Polizei bewältigt haben. Konsequent, aber besonnen und mit viel Fingerspitzengefühl – unseren Polizistinnen und Polizisten und den vielen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Einsatzkräften von Feuerwehr, Rettungsdienst- und Hilfsorganisationen sowie THW ist es zu verdanken, dass wir bayerische Gastlichkeit, kulturelle Vielfalt und eine wunderbare Landschaft in alle Welt tragen konnten. Eine Werbung für unseren Freistaat wie aus dem Bilderbuch“, so der Minister.

Erfolgreiches Sicherheitskonzept

Herrmann sagte, das ausgefeilte Sicherheitskonzept habe zum Gelingen des Gipfels einen erheblichen Beitrag geleistet. Es habe zum einen die Sicherheit der Teilnehmer und den reibungslosen Ablauf des Gipfels gewährleistet, zum anderen das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit geschützt und für eine möglichst geringe Beeinträchtigung der Bürgerinnen und Bürger im Einsatzraum gesorgt. Herrmann: „Drei Ziele, für die Bayerns Polizei im bisher wohl größten Einsatz ihrer Geschichte auf Dialog und Kommunikation gesetzt hat. Gleichzeitig hat sie auch alles unternommen, um Ausschreitungen von vornherein zu verhindern. Ein Einschreiten war glücklicherweise nur in Einzelfällen notwendig. Es gab aber eine Reihe von Störungen, Blockaden und Versuche, in den Sicherheitsbereich einzudringen.“

In der Spitze rund 12.000 Polizistinnen und Polizisten gleichzeitig im Einsatz Gestern, zu Beginn des eigentlichen G7-Gipfels, waren im Werdenfelser Land rund 18.000 Polizisten der Bayerischen Polizei unterstellt sowie mehr als 1.950 Einsatzkräfte von Feuerwehren, Rettungsdiensten und THW tätig. Zeitgleich eingesetzt waren gestern in der Spitze rund 12.000 Polizistinnen und Polizisten. Nach Schätzungen der Polizei haben insgesamt etwa 45.700 Bürgerinnen und Bürger an den seit 28. Mai 2015 insgesamt 48 Veranstaltungen und Versammlungen zum G7-Gipfel 2015 im Raum München und Werdenfels teilgenommen.

Dank an gewaltfreie Demonstranten

Er sei überzeugt, so Herrmann, dass die deutliche Polizeipräsenz ihre Wirkung gezeigt habe: „Potentielle Gewalttäter haben sich genau überlegt, ob sie etwas anstellen oder überhaupt anreisen.“ Ausdrücklich bedankte sich der Innenminister bei den Teilnehmern der großen gewaltfreien Demonstration in München am 4. Juni: „Auch das ist ein Stück bayerischer Demokratie und Lebensart, ob man die Inhalte der Protestierenden teilt oder nicht. Wenn alle so wären, könnten wir uns viel Polizeieinsatz sparen.“

Ehrenamtliche Einsatzkräfte

Der Minister dankte insbesondere den ehrenamtlichen und hauptamtlichen Kräften der Hilfs- und Rettungsdienstorganisationen, vom Technischen Hilfswerk und von der Feuerwehr: „Man kann sich sicher an einem heißen Sommerwochenende schönere Orte vorstellen als einen Sanitätscontainer, oder im heftigen Gewitterregen Wache zu halten.“

„Super Zusammenarbeit“

Eine „super Zusammenarbeit“ konstatierte Herrmann in der Vorbereitung und in der Einsatzphase mit den lokalen Politikern, besonders mit der Bürgermeisterin von Garmisch-Partenkirchen, Dr. Siegrid Meierhofer, den Bürgermeistern Thomas Schwarzenberger aus Krün und Adolf Hornsteiner aus Mittenwald sowie Landrat Anton Speer. Bei seinen Besuchen im Einsatzgebiet konnte Herrmann auch dankbar feststellen, dass die einheimische Bevölkerung mit großer Geduld und mit viel Verständnis für die Notwendigkeiten des Einsatzes die unvermeidbaren Beeinträchtigungen ertragen hat. „Die Werdenfelser haben sich von ihrer besten Seite gezeigt. Dafür danke ich Ihnen ganz sakrisch.“