Grenzkontrollen zum G7-Gipfel: Erste Bilanz der Bundespolizei

29. Mai 2015 | Themenbereich: Bundespolizei | Drucken

Rund 450 unerlaubt Eingereiste, Verstöße gegen das Betäubungsmittel und Waffengesetz sowie einige Fahndungstreffer verzeichnete die Bundespolizeidirektion München seit Dienstag (26. Mai) nach der
Wiedereinführung der vorrübergehenden Grenzkontrollen. Immer wieder kam es zu Großaufgriffen in Zügen aus Italien. Allein am Mittwoch (27. Mai) stellten die Bundespolizeifahnder 190 ausweislose
Personen fest. Überwiegend stammen die Aufgegriffenen aus Eritrea. Auch an den verschiedenen Grenzübergangsstellen zu Österreich wurden unerlaubt Eingereiste festgestellt.
Zudem wurden einige Verstöße gegen das Betäubungsmittel- und Waffengesetz bei den Kontrollen registriert. Beim Parkplatz Kranzhorn  ontrollierten Bundespolizisten am Freitagmorgen (29. Mai) einen 42- jährigen Italiener. Der Mann hatte fast 100 Tabletten einer Ersatzdroge bei sich, aber kein Rezept dafür. Am Grenzübergang Achenpass überprüften Bundesbeamte am Donnerstagabend (28. Mai) einen 24-jährigen Luxemburger. Beim Personalienabgleich kam eine Ausschreibung der Staatsanwaltschaft
Saarbrücken zum Vorschein. Der 24-Jährige hatte noch eine offene Geldstrafe bei der Justiz zu begleichen: Wegen Trunkenheit im Verkehr war der Luxemburger zu einer Gesamtstrafe von rund 1.200 Euro verurteilt worden, die er bisher noch nicht beglichen hatte.
Neben den Treffern bei den Grenzkontrollen kam es noch zu einem kuriosen Vorfall. Am Grenzübergang Achenpass haben Bundespolizisten zwei 21-jährige Männer am Donnerstag (28. Mai) vorläufig festgenommen. Die Zwei waren von einer Firma beauftragt, die vorrübergehende Container-Dienststelle der Bundespolizei zu reinigen. Dabei stellten die Beamten einen verdächtigen Drogengeruch bei den
Herren fest. Die Ursache dafür war schnell klar: Beide hatten Marihuana bei sich. Ein Drogenschnelltest bestätigte zudem eine weitere Vermutung der Bundespolizisten. Einer der Männer war unter
Drogen zu der Bundespolizeidienststelle gefahren und das auch noch ohne im Besitz einer gültigen
Fahrerlaubnis zu sein.

Durch die bisherigen Kontrollmaßnahmen der Bundespolizei kam es bisher zu keinen größeren Beeinträchtigungen im Reiseverkehr.