Interkommunale Zusammenarbeit des Freiwilligen Polizeidienstes in Wächtersbach und Brachttal

22. Mai 2015 | Themenbereich: Hessen, Polizei | Drucken

Die Stadt Wächtersbach und die Gemeinde Brachttal im Main-Kinzig-Kreis kooperieren künftig beim Freiwilligen Polizeidienst. In der Gemeinde Brachttal wird der Freiwillige Polizeidienst neu eingeführt. Parallel erweitert die Stadt Wächtersbach das Einsatzgebiet seines Freiwilligen Polizeidienstes und erhöht dessen Mitarbeiteranzahl. In seiner Ansprache würdigte Hessens Innenminister Peter Beuth den Willen von Stadt und Gemeinde, die Zusammenarbeit der Freiwilligen Polizeidienste zu realisieren: „Mit der Vertragsunterzeichnung wird ein enges Zusammenwirken zwischen der Stadt und der Gemeinde sowie der Polizei vor Ort möglich. Die Einführung des Freiwilligen Polizeidienstes ist ein wichtiger Beitrag zur Stärkung der öffentlichen Sicherheit“, so der Innenminister.

Der Freiwillige Polizeidienst wurde im Jahr 2000 im Rahmen eines Pilotprojektes in den Städten Wiesbaden, Offenbach und Fulda sowie im Landkreis Marburg-Biedenkopf eingeführt. Derzeit ist der Freiwillige Polizeidienst in 98 Städten und Gemeinden mit aktuell rund 460 aktiven Helferinnen und Helfern eingerichtet.

„Das ist ein Beleg dafür, dass der Freiwillige Polizeidienst in Hessen ein Erfolgsmodell ist. Er leistet einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der öffentlichen Sicherheit und die Vollzugspolizei wird unterstützt“, so Beuth.

Dem Freiwilligen Polizeidienst stehen neben den „Jedermannsrechten“ (z.B. § 127 I StPO, Notwehr, Nothilfe) eine ganze Reihe von Befugnissen zu.

So dürfen sie zum Beispiel

die Identität feststellen und Berechtigungsscheine prüfen,
Platzverweise erteilen,
Gegenstände sicherstellen,
Zeichen und Weisungen im Straßenverkehr erteilen und
Ordnungswidrigkeiten erforschen.