Rückhaltlose Aufklärung gefordert

18. Mai 2015 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen | Drucken

Nach den massiven Vorwürfen gegen einen Beamten der Bundespolizei in Hannover hat die Gewerkschaft der Polizei (GdP) eine rückhaltlose Aufklärung gefordert. Es erfülle ihn mit Scham und Wut, wenn gegen einen Polizisten staatsanwaltschaftliche Ermittlungen eingeleitet werden, weil er womöglich im Dienst mehrere Menschen gequält haben soll, sagte der GdP-Bundesvorsitzende Oliver Malchow am Montag in Berlin. „Sollten sich die Vorwürfe am Ende des Ermittlungsverfahrens als zutreffend erweisen, so hat dieser Beamte in unserer auf rechtsstaatlichen Prinzipien fußenden Polizei nichts mehr zu suchen“, erklärte Malchow in mehreren Interviews unter anderen gegenüber den TV-Sendern N24, ZDF und dem NDR.
„Es ist nicht akzeptabel, dass das für die Polizei wichtige Vertrauensverhältnis zu den Bürgern durch eine solche verwerfliche Tat aufs Spiel gesetzt wird. Daher ist es umso wichtiger, dass aus diesem Vorfall umfassende Konsequenzen gezogen werden.“

Der GdP-Bundesvorsitzende weiter: „Auch ein in diesem Ausmaß erschreckender Einzelfall darf die polizeiliche Arbeit und ihren Umgang mit Menschen in ihrem Gewahrsam nicht grundsätzlich in Frage stellen.“