Zehn neue Freiwillige Polizeihelfer in der Landeshauptstadt unterwegs

14. Mai 2015 | Themenbereich: Hessen, Polizei | Drucken

Der Staatssekretär im Hessischen Innenministerium, Werner Koch, hat heute gemeinsam mit dem Wiesbadener Ordnungsdezernenten Dr. Oliver Franz zehn neue Freiwillige Polizeihelfer im Rathaus der Landeshauptstadt begrüßt. Der Staatssekretär sagte bei der Indienststellung: „Vor fast 15 Jahren startete das Modellprojekt Freiwilliger Polizeidienst – auch hier in Wiesbaden. Es ist für mich eine große Freude zu sehen, dass sich heute hessenweit Frauen und Männer für ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger ehrenamtlich stark machen.“ Der Wiesbadener Ordnungsdezernent betonte: „Der Freiwillige Polizeidienst ist ein Beitrag zu mehr Sicherheit, den sich die Landeshauptstadt Wiesbaden jährlich fast 90.000 Euro kosten lässt.“

Die Freiwilligen Polizeihelfer seien kompetente Ansprechpartner, führte Staatssekretär Koch weiter aus. Sie trügen mit ihrer Präsenz zur Sicherheit in der Landeshauptstadt und in ganz Hessen bei. „Ich danke Ihnen für ihre couragierte Entscheidung. Sie sind ab sofort ‚Nachbarn in Uniform‘ und leisten damit den Wiesbadenerinnen und Wiesbadener einen wertvollen Dienst. Ich wünsche Ihnen alles Gute für ihre wichtige Aufgabe“, dankte Werner Koch den neuen Helferinnen und Helfern.

In der Landeshauptstadt wurde der Freiwillige Polizeidienst von Oktober 2000 bis Ende 2001 als Pilotprojekt (neben den Kommunen Marburg-Biedenkopf, Offenbach und Fulda) erprobt. Aufgrund der positiven Erfahrungen hat die Stadt den Freiwilligen Polizeidienst fortgeführt. In Wiesbaden sind heute 30 Helferinnen und Helfer unterwegs. Hessenweit sind es 640 Frauen und Männer, die sich auf insgesamt 98 Kommunen verteilen.

Dem Freiwilligen Polizeidienst stehen neben den „Jedermannsrechten“ (z.B. § 127 I StPO, Notwehr, Nothilfe) eine ganze Reihe von Befugnissen zu.

So dürfen sie zum Beispiel

die Identität feststellen und Berechtigungsscheine prüfen,
Platzverweise erteilen,
Gegenstände sicherstellen,
Zeichen und Weisungen im Straßenverkehr erteilen und
Ordnungswidrigkeiten erforschen.