THW be­rei­tet Hilf­sein­satz im Erd­be­ben­ge­biet in Ne­pal vor

28. April 2015 | Themenbereich: Feuerwehr - Katastrophenschutz | Drucken

Am Samstag, den 25. April 2015 erschütterte etwa 80 km nordwestlich von Kathmandu ein Erdbeben der Stärke 7,8 die demokratische Bundesrepublik Nepal. Mehrere tausend Menschen wurden dabei getötet oder verletzt.

Zügige und unkomplizierte Hilfe für die Betroffenen vor Ort sind nun oberstes Gebot. Deshalb ist bereits am gestrigen Montag ein vierköpfiges Vorausteam zur Unterstützung der Deutschen Botschaft sowie ein Team der Schnell-Einsatz-Einheit Wasser Ausland (SEEWA) des Technischen Hilfswerks (THW) in der nepalesischen Hauptstadt gelandet. Die Experten erkunden vor Ort die Lage und bereiten den SEEWA-Einsatz vor.

Die SEEWA ist eine Auslandseinheit, mit der das THW in Katastrophensituationen schnell auf akuten Trinkwasserbedarf reagieren kann. Zu den Aufgaben der SEEWA zählen die mobile Trinkwasseraufbereitung, die Wasserabgabe, die Wasseranalyse und die Instandsetzung zerstörter Wasserversorgungssysteme.

Die Trinkwasserexperten des THW waren zuletzt im Sommer 2014 nach den starken Überschwemmungen auf dem Balkan im Einsatz. Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière sagte zum THW-Einsatz in Nepal: „“Das Erdbeben in Nepal, das so viele Tote verursacht hat, ist eine schlimme Katastrophe. Die internationale Gemeinschaft muss die Region jetzt unterstützen. Selbstverständlich wird sich auch das THW schnell und unbürokratisch an der Unterstützungsmission beteiligen. Ich danke den THW-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern, wünsche ihnen viel Kraft und Erfolg. Mein Dank gilt auch den Arbeitgebern, die sie für diese wichtige Aufgabe freistellen.““

Zur Vorbereitung des Einsatzes werden durch die SEEWA-Experten in Kathmandu zunächst mögliche Wasserentnahmestellen identifiziert und der Einsatzort der SEEWA mit den örtlichen Behörden sowie mit den für die Koordinierung zuständigen internationalen Kollegen (UNICEF) abgestimmt. Sobald auch das auf den Weg gebrachte Equipment in Nepal eingetroffen ist, können die THW-Kräfte schnell reagieren und mit der Aufbereitung des dringend benötigten Trinkwassers beginnen. THW-Präsident Albrecht Broemme dankte den Fluggesellschaften Air India, Indigo Airlines sowie der Lufthansa für ihre Unterstützung beim Transport. Außerdem sagte Broemme nach der Ankunft der Einsatzkräfte am Montag: „“Durch das gute Zusammenspiel zwischen den Helferinnen und Helfern, der Einsatzzentrale in Bonn und dem Auswärtigen Amt ist dieser THW-Einsatz möglich.“ „