Lebensretter Schulwegdienste – Eck ehrt Schulweghelfer

27. April 2015 | Themenbereich: Bayern, Verkehr | Drucken

Bayerns Innen- und Verkehrsstaatssekretär Gerhard Eck hat in Nürnberg zusammen mit der Gemeinschaftsaktion ‚Sicher zur Schule – Sicher nach Hause‘ und deren Mitträgern unter dem Motto ‚Schulwegdienste – Lebensretter am Morgen, Mittag und Abend‘ wichtige Maßnahmen zur Erhöhung der Schulwegsicherheit vorgestellt und verdiente Schulweghelferinnen und –helfer geehrt. An der Veranstaltung im Rahmen der Schuleinschreibung 2015 nahmen unter anderem der Geschäftsführer der Gemeinschaftsaktion, Wolfgang Prestele, der Präsident der Landesverkehrswacht Bayern und Landtagsabgeordnete, Dr. Florian Herrmann, sowie die Geschäftsbereichsleiterin ‚Prävention‘ der Kommunalen Unfallversicherung Bayern, Sieglinde Ludwig, teil. „Wir wollen die Schulwegdienste in Bayern weiter ausbauen und unsere Schulweghelfer noch punktgenauer einsetzen, vor allem auch am Nachmittag und Abend“, kündigte Eck an. „Unser Ziel ist: Möglichst keine getöteten oder verletzten Kinder auf dem Schulweg!“

Wie der Verkehrsstaatssekretär erläuterte, werde mit den zusätzlichen Schulwegdiensten auf den zunehmenden Ganztagsunterricht in Bayern mitsamt Hausaufgabenbetreuung am Nachmittag und Abend reagiert. „Mehr als 30.700 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer haben sich letztes Jahr in Bayern als Schülerlotsen, Schulweghelfer, Schulbuslotsen und -begleiter tagtäglich für die Sicherheit unserer Schulkinder engagiert“, so Eck weiter. „Damit war deutschlandweit gesehen etwa jeder zweite Schulweghelfer in Bayern im Einsatz, eine enorme Leistung ehrenamtlichen Engagments unserer Bürgerinnen und Bürger.“ Eck hofft, dass sich möglichst viele weitere Bürger ebensfalls tatkräftig für einen sicheren Schulweg einsetzen.

Zusätzlich appellierte Eck an die Eltern, mit ihren Kinder frühzeitig den Schulweg einzuüben, beispielsweise anhand von Schulwegplänen der Kommunen, die besonders auf gefährliche Stellen oder Strecken aufmerksam machen. Außerdem richtete Eck die dringende Bitte an die Eltern, bei Fahrten zur Schule gerade vor den Schulgebäuden die Verkehrs- und Parkregelungen zu beachten. „Denn ein Halten oder Parken in zweiter und dritter Reihe ist für die eigenen und auch die anderen Kinder eine lebensbedrohende Gefahr, weil sie so nicht gesehen werden.“ Ergänzend wies der Verkehrsstaatsekretär darauf hin, dass auch die Bayerische Polizei durch Sicherheitstrainings und flächendeckende Verkehrserziehung in den Jugendverkehrsschulen ganz wichtige Beiträge erbringe. Beispielsweise haben im vergangenen Schuljahr 380 Verkehrserzieher der Polizei 108.431 Schülerinnen und Schüler (rund 99 Prozent der bayerischen Viertklässler) den sicheren Umgang mit dem Fahrrad beigebracht.

In den letzten Jahrzehnten war es laut Eck zwar gelungen, die Schulwegsicherheit in Bayern ganz entscheidend zu verbessern, denn Mitte der 70-ger Jahre kamen noch bis zu 35 Kinder in Bayern auf ihrem Schulweg zu Tode. „Doch wir dürfen nicht nachlassen, den Schulweg unseres Nachwuchses noch sicherer zu machen“, betonte Eck mit Blick auf die aktuelle Verkehrsunfallstatistik. So ereigneten sich 2014 in Bayern insgesamt 689 Schulwegunfälle (2013: 682) mit 757 verletzten Schülerinnen und Schülern (2013: 760). Dabei kamen im letzten Jahr tragischerweise drei Kinder auf dem Schulweg ums Leben. In den beiden Vorjahren war jeweils nur ein einziger tödlicher Schulwegunfall zu verzeichnen. Rund 14 Prozent der Schulwegunfälle ereigneten sich zwischen 14:00 und 20:00 Uhr. 2015 kam es bis Anfang März zu 71 Schulwegunfällen mit 80 verletzten Schülerinnen und Schülern. Einen tödlichen Schulwegunfall gab es in diesem Jahr in Bayern bislang nicht.

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