Kampagne gestartet: Kriminalisten fordern Ausbildung für Kriminalbeamte in allen Bundesländern

24. April 2015 | Themenbereich: Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen | Drucken

Der Bundesvorstand des Bund Deutscher Kriminalbeamter hat sich in seiner dreitägigen Sitzung in Braunschweig schwerpunktmäßig mit der Qualifizierung der Kriminalbeamten befasst und hierzu weitreichende Beschlüsse gefasst.

„Es ist der Bevölkerung nicht zu vermitteln, dass es in 12 Bundesländern noch immer keine Ausbildung für die Kriminalpolizei gibt. Damit verschwenden die Länderhaushalte etliche Millionen Euro an Steuergeldern und setzen die innere Sicherheit auf´s Spiel“, warnt der BDK-Bundesvorsitzende André Schulz.

Der BDK startet daher mit dem heutige Tage eine bundesweite Ausbildungskampagne und engagiert sich in den betroffenen Ländern für Studiengänge, in denen für das Berufsbild Schutz- und Kriminalpolizei qualifiziert wird.

Wirtschaftsunternehmen, die Ausbildungsbetriebe sind, würden künftige Mitarbeiter des Vertriebs niemals einer einheitlichen, technischen Ausbildung in der Produktion unterziehen, um sie anschließend mit einer kaufmännischen Kurzbeschulung fortzubilden. Exakt nach diesem Muster verfahren jedoch die meisten Bundesländer im Bereich der Qualifikation der Kriminalpolizei, weil die Landesregierungen dem Druck einer anderen Polizeigewerkschaft erliegen, die mit dem derzeitigen Modell, das ihr den Vertrieb von Versicherungen an die Studenten sichert, jährlich Millioneneinnahmen beschert.

„Den künftigen Herausforderungen durch den islamistischen Terrorismus, die organisierte und die internationale Bandenkriminalität sowie Cybercrime und Wirtschaftskriminalität sind wir mit „learning by doing“ nicht mal mehr ansatzweise gewachsen“, warnt André Schulz.

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