Fachtagung für eine vernetze Zusammenarbeit

23. April 2015 | Themenbereich: Innere Sicherheit, Rheinland-Pfalz | Drucken

Für eine stärkere Vernetzung der Zusammenarbeit im Kampf gegen Kriminalität im Gesundheitsbereich hat sich Staatssekretärin Raab auf der bundesweiten Fachtagung „Health & Crime – Bekämpfung von Straftaten im Gesundheitswesen“ ausgesprochen. „Diesem Phänomen muss man sich interdisziplinär widmen und einen engen Dialog mit allen Beteiligten anstreben. Denn die Bekämpfung solcher Straftaten ist ein Feld, das viele Facetten hat und zahlreiche öffentliche und private Stellen betrifft“, sagte die Staatsekretärin am Mittwoch bei der Eröffnung in Mainz.

In den vergangenen Jahren reagierte die deutsche Polizei und Staatsanwaltschaft bereits mit speziellen Arbeitsgruppen und Dienststellen zur Bekämpfung von Straftaten diesem Bereich. Darauf aufbauend ist das Ziel der zweitägigen Veranstaltung, die Kommunikation zwischen den einzelnen Ermittlungsbehörden zu verstärken und in Dialog mit Krankenkassen, Vertretern der Ärzteschaft und Apothekern sowie Pflegediensten zu treten. „Erfolg in dieser Sache kann man nur haben, wenn man die Straftaten von vielen Seiten beleuchtet und von den Erfahrungen der anderen profitiert. Persönliches Kennenlernen und fachlicher Austausch sind für eine vernetzte Zusammenarbeit unabdingbar“, so Raab.

Nach anerkannten Schätzungen verursachen Korruption und weitere Straftaten im Gesundheitswesen in Deutschland einen volkswirtschaftlichen Schaden in Milliardenhöhe. In Rheinland-Pfalz gab es 2013 allein 567 erfasste Abrechnungsbetrügereien.

Organisatoren der Fachtagung sind die AG Gesundheitswesen, die Kriminaldirektion des Polizeipräsidiums Mainz und die Hochschule der Polizei Rheinland-Pfalz.